Leserbeitrag von In my humble opinion

Kritik an Klima-Vortrag ( P-GT vom 26. September 2020, S. 17 )

>Der Vortrag von Professor Michael Schreckenberg, Verkehrs- und Verhaltensforscher, hatte auch im Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats einen Nachhall.<

Ich hatte schon in einem Leserbrief zuvor >Ach, wie gern wäre ich bei der Veranstaltung gewesen, um die erstaunten Gesichter der Teilnehmer zu sehen, die sich vom Herrn Verkehrs-Professor Lösungen für Probleme erhofft haben, die sie selber nicht zu finden imstande sind.< geschrieben.

Nicht ‚Nachhall‘, sondern ‚Nachdenken‘ ist angesagt. 

Nur darauf zu warten, dass die gebratenen Tauben in Form von Lösungen aus anderen Städten oder Antworten auf Fragen der Finanzierung für ein simples Vortragshonorar herbeiflattern und man sich dann, wie schon in der Vergangenheit, mit den fremden Federn in der Art ‚nur hier, nur jetzt, allein in Gmünd‘ schmückt, wohingegen man für eine ‚richtige‘ Expertise einige zig-zehntausende Euro auf den Tisch legen müsste…ist das nicht ein bisschen zu einfach erhofft?

LOL, ein ratloser Klimarat.

Gibt es denn für Gmünd überhaupt eine aktuelle tragfähige Zählung des Verkehrs, wieviel, woher, wohin, zu welcher Uhrzeit, zu welchen Tagen und warum so gerade auf dieser Straße und nicht auf einer anderen?

Der Verkehr in weiträumiger Ost-West-Richtung ist durch den Tunnel zum guten Teil kanalisiert, der Nahverkehr hat Probleme, zu den Tunnelportalen zu gelangen. Der Nah- und Fernverkehr in Nord-Süd-Richtung ist in Bezug auf die Streckenführung ( durch die Stadt ) und die Anbindung an die B29 aus meiner Sicht beklagenswert, aber zum Teil eben genau der speziellen geografischen Lage der Stadt geschuldet. Was also sollen Beispiele aus anderen Städten da helfen, man muss sich mit der Situation in Gmünd beschäftigen.

Danach kann man sich, mit den globalen Informationen eines Professor Schreckenbergs ( zum Beispiel, dass ‚30‘ kein Allheilmittel sei ) um eine Lösung bemühen und diese zur Diskussion stellen, mit eben Zahlen und Fakten, vielleicht auch mit „wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?“.

© In my humble opinion 27.09.2020 18:05
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Kommentare

StenA

Eine anständige Verkehrszählung ist eine sinnvolle Idee. Hoffentlich können Sie die auch an geeigneter Stelle anbringen, als nur in einem Leserbrief zu einer Veranstaltung, auf der Sie nicht waren.

Davon abgesehen ist die Überheblichkeit, die aus jeder Zeile Ihres Briefes spricht, einfach nur abstoßend.

In my humble opinion

StenA schrieb am 27.09.2020 um 20:47...

Ich weiß ja nicht, wo Sie in jeder(!) Zeile meines Kommentars Überheblichkeit entdeckt zu haben glauben, ich habe den Artikel in der Tageszeitung gelesen und gemäß meiner Interpretation des Textes und der von mir dahinter stehenden vermuteten Einstellung ironisch-spöttisch kommentiert, dazu auch meine Vorstellungen zum Thema ( neutral, meine ich ) formuliert.
Natürlich war ich nicht auf der Sitzung des Klimarats, weil ich erstens kein Teilnehmer der Veranstaltung bin und auch erst wie so oft im Nachhinein aus der Tageszeitung ( „Gestern …“ ) überhaupt davon erfahren habe. Ich weiß auch nicht, welche Qualifikation zur Teilnahme erforderlich ist, noch weiß ich, wo und wie man sich um eine Teilnahme an diversen ‚Räten‘, ‚Arbeitskreisen‘ und ‚Ausschüssen‘ bewerben kann.
Wissen Sie es?
Was ist denn nun die geeignete Stelle, um meine Anregung anzubringen? Ich habe, offen gesagt, keine Ahnung. So bleibt doch nur der Weg des Leserbriefes, in der Annahme, dass der Inhalt eines jeden Leserbriefes mit Klickzahlen über 100 auch an der maßgebende Stelle angekommen ist oder auf dem Weg der stillen Post ( „Haben Sie schon gelesen?“ ) dorthin gelangt.
Aber vielleicht können Sie es auch so sehen:
Es gibt Menschen, die ‚provozieren‘ physisch, so wie ‚critical mass‘ und ‚fff‘, die mit Demonstrationen und Staus die Mitmenschen ‚auf das Problem aufmerksam‘ machen, ohne tragbare Lösungen zur Behebung der Misere anbieten zu können. Ich kann in vielen Fällen zwar auch keine Lösung anbieten, aber ich provoziere mit den Leserbriefen halt nur intellektuell mit Worten und behindere damit niemanden.

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