Lesermeinung

Zum Thema Amazon-Ansiedlung:

Hussenhofen ist mit Sicherheit der Teilort von Schwäbisch Gmünd, der am stärksten vom Verkehr belastet ist. Es führen drei Verkehrsachsen durch- oder am Ort vorbei, deren Lärm und Abgase die Anwohner extrem belasten. Dieses sind die Bahnlinie, die B 29 und die Ortsdurchfahrt. Allein an letzterer fahren täglich über 10 000 motorisierte Fahrzeuge, davon weit über 1000 zum Teil schwere Lkw. Und dann kommen eventuell bald auch noch die Lkw dazu, die das geplante Amazon-Verteilzentrum im Benzfeld an- beziehungsweise abfahren. Diese werden dann – sollten sie in Richtung Osten wollen – mit Sicherheit nicht erst mal einen Kilometer nach Westen fahren, um dort zum Verteiler Ost zu gelangen, sondern sie werden, um Zeit und Geld zu sparen, durch Hussenhofen fahren. Und diese Fahrten werden dann selbstverständlich auch nachts der Fall sein. Des Weiteren werden wahrscheinlich auch deutlich mehr Fahrten stattfinden als Amazon angibt. Dies führt zu einer zusätzlichen Belastung für die Anwohner, da durch den Zustand der maroden Straße sowie einer nicht vorhandenen Einbremsung und Überwachung des Verkehrs die Lärmbelästigung bereits jetzt unerträglich ist. Ich wünsche mir daher verantwortungsvolle Politiker, die sich nicht nur für Arbeitsplätze und den motorisierten Verkehr engagieren, sondern auch den Schutz und die Gesundheit der Bevölkerung im Blick haben.

© Gmünder Tagespost 12.10.2020 22:09
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Kommentare

In my humble opinion

Klaus Stegmaier schrieb am 13.10.2020 um 19:52
...
Fakt ist auf jeden Fall, dass viele dieser schweren Lkw das Industriegebiet Gügling anfahren, und die müssten mit Sicherheit nicht durch Hussenhofen durch. Ebenso sind darunter viele Betonlaster vom Fertigbetonwerk bei Böbingen. Auch die müssten nicht durch Hussenhofen fahren ...

Wenn es also nur um den Lkw-Durchgangsverkehr geht, dann denke ich, dass es eine Lösung gäbe: '30 - 7,5t' im Ort und dann kein Blitzer, sondern die durchfahrenden Lkw anhalten, auf Sicherheit überprüfen und die 'Tachoscheibe' auf Geschwindigkeitsverstöße kontrollieren. Wenn sie zu schnell gefahren sind, kommt der Bußgeldkatalog zur Anwendung, im Normalfall kostet die Methode Zeit - und auch Zeit ist Geld, da kann sich der Unternehmer ausrechnen, was ihn das eine ( B29 ) und was das andere ( ... ) kostet. Das funktioniert auch bei der amazon-Anlieferung.

Klaus Stegmaier

In my humble opinion schrieb am 13.10.2020 um 00:27

>Und dann kommen eventuell bald auch noch die Lkw dazu, die das geplante Amazon-Verteilzentrum im Benzfeld an- beziehungsweise abfahren.<

War nicht in einem Artikel dazu die Rede davon, dass díeses Industriegebiet einen 'eigenen' Anschluss an die B29 erhalten solle?

Ich habe das im Gedächtnis, weil ich mich beim Lesen gefragt habe, ob diese AS in die bestehende Trasse eingebaut wird oder gleich so ausgeführt, dass sie zu den Planungen der 4-spurig ausgebauten B29 passt, also ein kreuzungsfreies Provisorium sein könnte.

Und was den Verkehr durch Hussenhofen angeht, so sollte man auch da mal ergründen, woher und wohin  der Verkehr fließt, in wie weit es Durchgangs- oder Quellverkehr ist.

Ja,das würde mich auch interessieren. Fakt ist auf jeden Fall, dass viele dieser schweren Lkw das Industriegebiet Gügling anfahren, und die müssten mit Sicherheit nicht durch Hussenhofen durch. Ebenso sind darunter viele Betonlaster vom Fertigbetonwerk bei Böbingen. Auch die müssten nicht durch Hussenhofen fahren, da sie von ihrer Ausfahrt beim Verteiler Iggingen nur ca. 200 Meter in Richtung Osten fahren müssen um  auf die B 29 zu gelangen. Aber auf der Bundesstraße müssen sie halt 20 Cent  pro gefahrenem Kilometer bezahlen. Hört sich zwar erstmal nicht viel an,aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. 

In my humble opinion

>Und dann kommen eventuell bald auch noch die Lkw dazu, die das geplante Amazon-Verteilzentrum im Benzfeld an- beziehungsweise abfahren.<

War nicht in einem Artikel dazu die Rede davon, dass díeses Industriegebiet einen 'eigenen' Anschluss an die B29 erhalten solle?

Ich habe das im Gedächtnis, weil ich mich beim Lesen gefragt habe, ob diese AS in die bestehende Trasse eingebaut wird oder gleich so ausgeführt, dass sie zu den Planungen der 4-spurig ausgebauten B29 passt, also ein kreuzungsfreies Provisorium sein könnte.

Und was den Verkehr durch Hussenhofen angeht, so sollte man auch da mal ergründen, woher und wohin  der Verkehr fließt, in wie weit es Durchgangs- oder Quellverkehr ist.

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