Corona: Was ab Montag gilt

Die baden-württembergische Landesregierung hat bekannt gegeben, dass ab Montag die Pandemiestufe 3 gelten soll. Was sich im Alltag bei Pandemiestufe 3 ändert.

Stuttgart.  Nach einer Sondersitzung des Landeskabinetts in Stuttgart hat die Landesregierung am Samstag die dritte Pandemiestufe in Baden-Württemberg angekündigt. Diese soll ab Montag gelten. Weitere Maßnahmen sollen nun erarbeitet und bis Montag bekannt gegeben werden, teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit. Eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und weitere Kontaktbeschränkungen bringt diese Stufe mitsich. Er appelliert zudem an die Bevölkerung, trotzdem bereits dieses Wochenende Kontakte zu reduzieren. 

Was sich im Alltag bei Pandemiestufe 3 ändert:

Maskenpflicht: Landesweit gilt die zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien, soweit die Gefahr besteht, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Kontakte: Ansammlungen werden auf zehn Personen oder zwei Hausstände begrenzt

Private Treffen: Das private Zusammentreffen von Personen wird auf maximal zehn Personen oder zwei Hausstände begrenzt. 

Restaurants: In Restaurants könnten die Personenzahlen schärfer begrenzt werden, es sind strenge Abstandsregeln und Reservierungspflicht möglich, auch Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen.

Geschäfte: Auch in den Läden können die Personenzahlen weiter eingeschränkt werden. 

Veranstaltungen: Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt. Konzerte und Theater können verboten werden. Sportveranstaltungen können beschränkt und Großveranstaltungen können, wie schon jetzt, abgesagt werden.

Pflegeheime und Krankenhäuser: Pflegeheime könnten strikte Besuchsbeschränkungen - bis hin zu Verboten einführen. Und die Krankenhäuser können die Regelversorgung auf das Nötigste herunter fahren, um Kapazitäten für eine Coronaversorgung frei zu haben. 

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© Gmünder Tagespost 18.10.2020 12:54
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Kommentare

lesemeister

Ich habe heute gelesen, dass über 90% aller "Infizierten" weitgehend ohne Symptome sind. Das heißt es werden Stand heute 17.10.2020 aktuell 7.830 "Infizierte" in Deutschland "gehypt" von denen 7.047 nicht wirklich was haben. Das macht mich sehr sehr nachdenklich lieber Herr Kretschmann!

Ach ja, für die Götter der Diskussion: In KW39 waren laut RKI 18.7% der "Infizierten" völlig ohne Symptome, 6% wurden im Krankenhaus behandelt, 0,1% verstarben. Also (100-18.7-6-0.1)%= 75.2%. Die 75.2% der "Infizierten" wurden nicht so genau spezifiziert. Das sind also wohl diejenigen, die es zu Hause auskurieren ohne Behandlung. Also nochmal 75.2%+18.7%=93.9%!

tsh

lesemeister schrieb am 17.10.2020 um 18:09

Ich habe heute gelesen, dass 90% aller "Infizierten" weitgehend ohne Symptome sind. Das heißt es werden Stand heute 17.10.2020 aktuell 7.830 "Infizierte" in Deutschland "gehypt" von denen 7.047 nicht wirklich was haben. Das macht mich sehr sehr nachdenklich lieber Herr Kretschmann!

ALLE 7830, also auch die von Ihnen genannten 7047 sind potentiell ansteckend. Potentiell im Sinne von sicher nicht alle und immer, aber doch genug, um im schlimmsten Falle viele andere zu infizieren. Irgendwann sind die 10%, die - selbst Ihrer Ansicht nach - "wirklich was haben" so viele, dass Gesundheitsämter mit der Nachverfolgung nicht mehr nachkommen, die Testkapazitäten nicht mehr reichen und die Intensivstationen überfüllt sind.

DANN kann weder allen Infizierten mit ernsthaften Symptomen geholfen werden noch den meisten anderen, die sonst eine Krankheit haben. Was dann passieren kann, sollte jedem logisch denken Menschen klar sein. Falls nicht, mal nach den Bildern und Videos vom Frühjahr googeln, Stichwort Bergamo, New York,... Oder war das auch "gehypt"?

Da sie zwischendrin Ihren Kommentar bearbeitet haben, hier auch etwas zum 2. Abschnitt: die Zahlen stelle ich nicht in Abrede. Aber wie sehen sie aus, wenn die Krankenhäuser überfüllt sind? Weltweit sind wir bei ca. 2% Sterblichkeit....

lesemeister

tsh schrieb am 17.10.2020 um 18:24

ALLE 7830, also auch die von Ihnen genannten 7047 sind potentiell ansteckend. Potentiell im Sinne von sicher nicht alle und immer, aber doch genug, um im schlimmsten Falle viele andere zu infizieren. Irgendwann sind die 10%, die - selbst Ihrer Ansicht nach - "wirklich was haben" so viele, dass Gesundheitsämter mit der Nachverfolgung nicht mehr nachkommen, die Testkapazitäten nicht mehr reichen und die Intensivstationen überfüllt sind.

Ich habe gelernt, dass der verwendete Test genau das nicht sagen kann. Nämlich ob jemand ansteckend ist.  Und klar, stimme ich ihnen zu, das Problem sind die "Ämter". Komisch, dass die Schweden das Problem nicht haben.

DANN kann weder allen Infizierten mit ernsthaften Symptomen geholfen werden noch den meisten anderen, die sonst eine Krankheit haben. Was dann passieren kann, sollte jedem logisch denken Menschen klar sein. Falls nicht, mal nach den Bildern und Videos vom Frühjahr googeln, Stichwort Bergamo, New York,... Oder war das auch "gehypt"?

Ich sage ja nicht, dass den keinen Coronavirus gibt. Die Krankenhäuse in Italien sind im Frühjahr immer notorisch überfüllt. Der Winter war mild, da sind mehere tausenden Menschen eben erst im Frühjahr gestorben mit Corona als Beschleuniger.

Da sie zwischendrin Ihren Kommentar bearbeitet haben, hier auch etwas zum 2. Abschnitt: die Zahlen stelle ich nicht in Abrede. Aber wie sehen sie aus, wenn die Krankenhäuser überfüllt sind? Weltweit sind wir bei ca. 2% Sterblichkeit....

Das mit den 2% ist falsch, der Wert stammt von den "Experten" vom RKI. Aktuelle Werte die ich bei der WHO finde liegen bei 0.05% bis 0.1%. Aber ich sehe schon, die Angstmacherei fällt weitgehend auf fruchtbaren Boden. In Schweden sterben aktuell ca. 4 Personen täglich an Corona. Sieht aus als haben die keine "2. Welle" :-)

tsh

Ich habe gelernt, dass der verwendete Test genau das nicht sagen kann. Nämlich ob jemand ansteckend ist. 

Der Test sagt nicht, das jemand mit positivem Testergebnis zwangsweise ansteckend ist. Aber das hat auch niemand behauptet. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit positivem Testergebnis ansteckend ist, ist größer als bei jemandem mit negativem Testergebnis.

Komisch, dass die Schweden das Problem nicht haben.

Schweden hat ca. 6000 Corona-Tote bei etwa 10 Mio Einwohnern, Deutschland hat knapp 10000 Corona-Tote bei etwa 80 Mio Einwohnern. Wer hat das kleinere Problem? Komisch, dass Sie das übersehen.

Ich sage ja nicht, dass den keinen Coronavirus gibt. Die Krankenhäuse in Italien sind im Frühjahr immer notorisch überfüllt.

...und die Särge stapeln sich im April in New York immer?

Das mit den 2% ist falsch, der Wert stammt von den "Experten" vom RKI.

Nein, von der Johns Hopkins. Die zählt weltweit 39.4 Mio positiv getestete und 1.1 Mio Tote.

malo5

lesemeister schrieb am 17.10.2020 um 19:59

Ich habe gelernt, dass der verwendete Test genau das nicht sagen kann. Nämlich ob jemand ansteckend ist.  Und klar, stimme ich ihnen zu, das Problem sind die "Ämter". Komisch, dass die Schweden das Problem nicht haben.

Abgesehen von dem, was tsh richtigerweise bereits gesagt hat, kommt noch hinzu, dass selbst nicht mehr infektiöse Fälle identifiziert werden müssen um ermitteln zu können wo sich diese angesteckt haben. Das ist bei einer Krankheit wie Covid, die sich mit einer großen Überdispersion ausbreitet, ganz entscheidend, um die entsprechenden Infektionscluster identifizieren und bekämpfen zu können.

Ich sage ja nicht, dass den keinen Coronavirus gibt. Die Krankenhäuse in Italien sind im Frühjahr immer notorisch überfüllt. Der Winter war mild, da sind mehere tausenden Menschen eben erst im Frühjahr gestorben mit Corona als Beschleuniger.

In praktisch allen Ländern, die eine mit Deutschland vergleichbare Altersstruktur der Bevölkerung haben und die die Ausbreitung nicht so frühzeitig in den Griff bekommen haben wie wir, sehen wir eine riesige Übersterblichkeit bezüglich der Vergleichszeiträume in den Vorjahren. Insbesondere in Italien und Schweden. 

Das mit den 2% ist falsch, der Wert stammt von den "Experten" vom RKI. Aktuelle Werte die ich bei der WHO finde liegen bei 0.05% bis 0.1%. Aber ich sehe schon, die Angstmacherei fällt weitgehend auf fruchtbaren Boden. In Schweden sterben aktuell ca. 4 Personen täglich an Corona. Sieht aus als haben die keine "2. Welle" :-)

Die recht geringe Sterblichkeit bezüglich der gesamten Weltbevölkerung ist nicht weiter verwunderlich, denn weltweit gesehen ist sie Bevölkerung im Schnitt viel jünger als in Deutschland. Hier haben wir eine deutlich ältere Bevölkerung. Entsprechend ist auch die Sterblichkeit hierzulande durchaus im Bereich zwischen 1 und 2%. Die Zahlen sind übrigens auch nicht geraten, sondern durch entsprechende Seroprävalenzstudien mittlerweile ziemlich genau bekannt. 

lesemeister

tsh schrieb am 17.10.2020 um 20:12Schweden hat ca. 6000 Corona-Tote bei etwa 10 Mio Einwohnern, Deutschland hat knapp 10000 Corona-Tote bei etwa 80 Mio Einwohnern. Wer hat das kleinere Problem? Komisch, dass Sie das übersehen.

Mit dem Tragen von Masken werden wir das nicht aufhalten, Wir werden diese Werte auch noch sehen. Es dauert halt noch ein bisschen.

Nein, von der Johns Hopkins. Die zählt weltweit 39.4 Mio positiv getestete und 1.1 Mio Tote.

Das ist die Zahl der gezählten "Infizierten". Schon mal was von Dunkelziffer gehört ;-)

Weber

Himmel Hergott zack! (schreibt man das so???) Aber was ich meine kapiert jeder!

Wer jetzt bei den einfachen Schutzmaßnahmen nicht mitmacht muss später auch mit den Folgen leben. Und dass es immer schlimmer wird mit dem Virus sieht doch jeder wenn er sich in Europa oder weltweit umsieht.

lesemeister

Weber schrieb am 18.10.2020 um 22:02

Himmel Hergott zack! (schreibt man das so???) Aber was ich meine kapiert jeder!

Wer jetzt bei den einfachen Schutzmaßnahmen nicht mitmacht muss später auch mit den Folgen leben. Und dass es immer schlimmer wird mit dem Virus sieht doch jeder wenn er sich in Europa oder weltweit umsieht.

Also eins vorab. Ich hänge mir eine Maske um, wenn die Allgmeinheit der Meinung ist, dass das hilft. Ich darf mich aber trotzdem wunden, dass die Schweden weitgehend ohne Maske herumlaufen, auch in großen Städten. Und wenn jetzt ab heute alle Schüler mit Masken im Unterricht sitzen, dann darf man das auch hinterfragen. Finde ich. :-D

meisenweg10

lesemeister schrieb am 19.10.2020 um 08:00

Also eins vorab. Ich hänge mir eine Maske um, wenn die Allgmeinheit der Meinung ist, dass das hilft. Ich darf mich aber trotzdem wunden, dass die Schweden weitgehend ohne Maske herumlaufen, auch in großen Städten. Und wenn jetzt ab heute alle Schüler mit Masken im Unterricht sitzen, dann darf man das auch hinterfragen. Finde ich. :-D

Darum ist auch der Wert aktuell in Schweden bei 85 pro 100.000 Personen und noch höher als der Wert 76 bei und . Und dies obwohl die Bevölkerungsdichte in Schweden sehr viel geringer ist.

Über den Fakt dass in Schweden die Übersterblichkeit im 1.Halbjahr genau die Todeszahlen der Toten mit Coronainfekten wiederspiegelt, müssen wir ja gar nicht erst diskutieren.

lesemeister

meisenweg10 schrieb am 19.10.2020 um 09:56

Darum ist auch der Wert aktuell in Schweden bei 85 pro 100.000 Personen und noch höher als der Wert 76 bei und . Und dies obwohl die Bevölkerungsdichte in Schweden sehr viel geringer ist.

Über den Fakt dass in Schweden die Übersterblichkeit im 1.Halbjahr genau die Todeszahlen der Toten mit Coronainfekten wiederspiegelt, müssen wir ja gar nicht erst diskutieren.

Wir werden diese Werte auch noch sehen. Es dauert halt länger. :-D

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