Heidenheim überschreitet kritischen Wert der Sieben-Tage-Inzidenz

Pandemie Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 58,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

  • Symbolbild: pixabay

Heidenheim. Der Landkreis Heidenheim hat an diesem Mittwoch, 21. Oktober, die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten. Wie bereits gemeldet, hat daher das Landratsamt  entsprechend dem Stufenplan des Landes Baden-Württemberg eine Allgemeinverfügung erlassen. Ausgehend davon untersagt der Landkreis den Betrieb von Gaststätten sowie öffentlichen Vergnügungsstätten zwischen 23 und 6 Uhr. Zudem gilt ein generelles Außenabgabe- und Konsumverbot von Alkohol: Während der Sperrzeit dürfen keine alkoholischen Getränke abgegeben sowie an öffentlichen Plätzen konsumiert werden. 

Die Einschränkungen gelten ab Donnerstag, 22. Oktober, 0 Uhr. Die Allgemeinverfügung tritt außer Kraft, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Infizierte auf 100.000 Einwohner bezogen auf den Landkreis Heidenheim an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Grund für die Maßnahmen ist die Eindämmung der Coronavirus‐Pandemie.

Die Landkreisverwaltung meldet am heutigen Mittwoch (21. Oktober 2020) zwölf Coronavirus-Neuinfektionen in Heidenheim. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen im Landkreis Heidenheim steigt damit auf 725, die aktiven Fälle erhöhen sich auf 80, vier Infizierte konnten aus der Isolation entlassen werden. Die 7-Tage-Inzidenz erreicht einen Wert von 58,2 pro 100.000 Einwohner. 

Meldung von Dienstag, 21. Oktober: Mit weiteren 29 bestätigen Coronavirus-Neuinfektionen im Landkreis Heidenheim innerhalb eines Tages steigt die Gesamtzahl der Infizierten an diesem Dienstag (20. Oktober) auf 713 an. Gleichzeitig konnten vier Infizierte aus der Isolation entlassen werden, sodass das Gesundheitsamt des Landratsamtes aktuell 72 aktive Corona-Fälle verzeichnet. Am vergangenen Freitag waren es noch 18 aktive Fälle. Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz, der maßgeblich für beschränkende Maßnahmen ist, stieg seit vergangenem Freitag von 11,3 auf 49,1. 

Aufgrund dieser sehr dynamischen Lageentwicklung hat sich Landrat Peter Polta bereits am Wochenende dazu entschieden, die Taskforce Corona einzuberufen. Neben Mitarbeitenden der Landkreisverwaltung nehmen auch Vertreter seitens des Klinikums Heidenheim und von Hilfsorganisationen, wie den Feuerwehren, dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei und der Bundeswehr, an den Sitzungen teil.

Zudem werden mit Blick auf den sprunghaften Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis vorausschauend bereits konkrete Maßnahmen geprüft, die das Landratsamt gemäß den Bund- und Landesvorgaben anordnen müsste. So wird auch der Landkreis Heidenheim – wie schon andere Landkreise zuvor – eine Allgemeinverfügung erlassen, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner überschritten wird. Diese Allgemeinverfügung sieht eine Sperrstunde im Bereich der Gastronomie und Vergnügungsstätten sowie ein Außenabgabeverbot und Konsumverbot von Alkohol an öffentlichen Plätzen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages vor. 

© Gmünder Tagespost 21.10.2020 18:16
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