Querpass

Mia san Bayern München

  • über die Entstehung eines berühmten Slogans Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Mit der Raumstation „Mir“ wollte Uli Hoeneß dann doch nicht verwechselt werden. Also wurde am Ende eines Findungsprozesses aus dem „r“ jeweils noch ein „a“ – und aus „Mir“ ein „Mia“. Fertig war der bekannte Bayern-München-Slogan „Mia san mia“. So jedenfalls berichtet es Marc Kosicke. Der berät im Hauptberuf Trainer wie Jürgen Klopp. Vor zwölf Jahren will Kosicke entscheidend an der Entstehung des Bayern-Spruchs beteiligt gewesen sein, wie er in einem Podcast berichtete.

Demnach kam Kosicke während eines Flugs mit Uli Hoeneß ins Gespräch. Der damalige Manager habe sich „aufgeregt, dass gerade die Neuzugänge nicht so ein Bayern-München-Gefühl haben und gar nicht wissen, was Bayern München bedeutet“. Er, Kosicke, habe Hoeneß daraufhin gefragt: „Was bedeutet denn das – Bayern München?“

Da Hoeneß keine Antwort einfiel, erteilte er seinem Gesprächspartner den Auftrag, herauszufinden, welche Botschaften der Klub aus München senden möchte. Kosicke gründete eine Arbeitsgruppe, deren Mitglieder – unter anderem waren ein Fanshop-Mitarbeiter und der Jugendakademieleiter dabei – in vier Wochen die Bayern-Werte formulierten, zusammengefasst in einer „Klub-Bibel“. Der Name besagter „Bibel“, der sich zum Slogan entwickeln sollte, habe für Kosicke, den gebürtigen Bremer, schnell festgestanden. „Weil ich es als kleiner Junge im Weserstadion gehasst habe, wenn die Bayern mit ihrer Mir-san-mir-Attitüde kamen und in der 90. Minute noch gewonnen haben.“
© Südwest Presse 21.10.2020 07:45
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