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Wo Tunnel und Straßen überwacht werden

Das Verwaltungsgebäude der Straßenmeisterei des Ostalbkreises in Schwäbisch Gmünd war im Jahr 1972 erbaut und musste nun durch einen Neubau ersetzt werden. Vor wenigen Tagen konnte das neue Verwaltungsgebäude übergeben werden.
  • Im neuen Verwaltungsgebäude ist unter anderem die Technik zur Überwachung des Einhorntunnels untergebracht. Fotos: Tom
  • Der Blick vom Dach auf den Betriebshof der Straßenmeisterei.

Schwäbisch Gmünd. Die Überwachung des Gmünder Einhorn-Tunnels, die Betreuung der vielen Kilometer Bundesstraßen, Landes- und Kreisstraßen kennt einen Ort: Die Straßenmeisterei im Westen Schwäbisch Gmünds in der „Krähe“. Das Verwaltungsgebäude dort ist in die Jahre gekommen, entsprach nach Worten von Dr. Dieter Benedikter vom Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall nicht mehr den Anforderungen an den Arbeitsschutz, Brandschutz und Wärmeschutz. Weil eine Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich nicht vertretbar war, steht jetzt ein Neubau an der Stelle.

Vor wenigen Tagen wurde er im Beisein von Landrat Dr. Joachim Bläse vorgestellt. Für ihn ist es „mehr als ein neues Gebäude in Schwäbisch Gmünd“. Für die Tunnelüberwachung steht dort eine komplette Steuerungsanlage, wie es sie auch in den Betriebsgebäuden Ost und West gibt. In der Regel wird vom Verwaltungsgebäude aus gearbeitet, sagt Manfred Lang, Leiter der Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd. Dort leisten die Beschäftigten außerdem jede Menge Planungsarbeit. Etwa für die Tunnelwartung. „Wer glaubt, das ist nur eine Röhre mit einem Lichtband, irrt sich gewaltig“, so Lang. Der Tunnel sei mit viel Technik ausgestattet. Zwei Mal jährlich, so Manfred Lang, steht eine große Wartung an, „die wir immer nachts durchführen“. Unter Verkehr sei das nicht erlaubt. Dazwischen gibt es kleinere Wartungsarbeiten, die Arbeiter der Straßenmeisterei ausführen.

Bei einem Rundgang durch den Neubau erläuterte Manfred Lang das Projekt, das der Aalener Architekt Hans-Peter Seibert nach Vorgaben des Amts für Vermögen und Bau geplant hat. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1972 errichtet, war teilunterkellert und ab der Kellerdecke in Holzständerbauweise ausgeführt.

Der Neubau mit Büroräumen und einem großen Multifunktionsraum im Obergeschoss wird mit einer umweltfreundlichen Gasabsorptionswärmepumpe beheizt. Damit erziele man einen Wirkungsgrad von über 170 Prozent und könne bis zu 40 Prozent Energiekosten einsparen.

Landrat denkt weiter

Der Neubau wurde in 15 Monaten realisiert. Während dieser Zeit standen für die Mitarbeiter Bürocontainer zur Verfügung. Die Kosten für das 300 Quadratmeter große Gebäude betragen rund 700 000 Euro.

Landrat Dr. Joachim Bläse stellt in diesem Zusammenhang fest, „wie bedeutend die Bundesstraße 29 für die Region ist“. Er sieht sie als „ die Lebensader des Ostalbkreises“. Deshalb schätzt er den Baustart in Essingen und ist nach eigenen Worten auch im engen Kontakt zur Gemeinde Böbingen und mit Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr. Er sei zuversichtlich, dass die Tunnellösung kommen wird, denn das Regierungspräsidium in Stuttgart kenne die Parameter und wisse genau, weshalb es dem Verkehrsministerium gerade diesen Vorschlag unterbreitet hat. „Ich bin guten Mutes, was die Wirtschaftlichkeitsberechnungen angeht“, so der Landrat. kust

© Gmünder Tagespost 28.10.2020 21:30
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