Bürgermeister der Region appellieren an Ministerpräsident Kretschmann

Pandemie Auch die Oberbürgermeister von Aalen und Schwäbisch Gmünd haben unterschrieben und fordern: "Das Leben in den Städten schützen"

Aalen. Aktuell 35 Bürgermeister haben sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann gewandt und bitten ihn, die die Umsetzung der Beschlüsse nochmals auf den Prüfstand zu stellen. Unterschrieben haben auch Aalens OB Thilo Rentschler und Gmünds OB Richard Arnold.

Unter anderem heißt es in dem Schreiben: "Wir fragen uns, nach welchen Kriterien die Bereiche ausgewählt wurden, die nun komplett geschlossen werden sollen. Theater, Oper, Kino, Gastronomie, Hotellerie und Cafes haben gute Hygienekonzepte etabliert und sind als Treiber des Infektionsgeschehens nach unserer Kenntnis von eher geringer Bedeutung. Es ist für uns nicht ersichtlich, dass durch den kompletten Lockdown dieser Bereiche das Tempo der Pandemie ausreichend gebremst werden könnte. Es scheint, als liege der Auswahl der Schließungsbereiche die Annahme zugrunde, dass diese am ehesten entbehrlich seien. Dieser Auffassung treten wir entgegen. Kunst, Kultur und Gastronomie machen das Leben in unseren Städten wesentlich aus. Sie einfach abzuschalten, gefährdet auf Dauer Bürgersinn, Zusammenhalt und Lebensgeist der Stadtgesellschaften. Wir sehen die Gefahr, dass die Maßnahmen damit das gefährden, was wir zuallererst brauchen, um die Pandemie durchzustehen."

Die Bürgermermeister bitten, besser zu differenzieren. In dem Brief heißt es: "Beispielsweise ist Gastronomie mit Decken oder Heizstrahlern an der frischen Luft nach unserer Meinung völlig unbedenklich. Der Besuch einer Kunstausstellung oder einer Theatervorstellung kann durch weiter verschärfte Besucherzahlgrenzen, Masken und Abstände sicher gestaltet werden."

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© Gmünder Tagespost 29.10.2020 14:04
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Kommentare

roland ziegler

hannes67 schrieb am 29.10.2020 um 16:02

Wer sind diese Bürgermeister?
Warum deren Gejammere?
Statt zu klagen, sollten alle - auch die Herren Bürgermeister - an einem Strang ziehen.

Mir scheint, die Kühllastwagen in Italien und New York vom Frühjahr sind schon vergessen. Hier geht es nicht darum, wirtschaftliche Interessen zu schützen, hier geht es darum Menschenleben zu schützen. Daher sind alle vertretbaren Maßnahmen sinnvoll und legitim. Wenn diese jetzt angeordneten Maßnahmen erfolgreich sind, dann sollten wir uns freuen und nicht permanent wehklagen.

Es ist unglaublich in diesem Deutschland. Es gibt immer eine klagende Minderheit, denen etwas nicht passt und deren "Bürgerrechte" genommen werden (sehr sehr laut lach!!!). Warum muss denn immer quer getrieben werden?

Wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann ginge es allen besser - ob das die sebsternannten "Quertreiber" auch so sehen? Wohl nicht!

Hoffentlich bleibt der Ministerpräsident bei seiner EInstellung!

Wie nennt man Menschen, die einer Berichtertsattung glauben, die Fotos verwendet, die über 6 Jahre alt sind? Wer beruflich im Ausland zu tun hat kennt die Wahrheit. Die Länder mit den meisten gemeldeten Fallzahlen bekommen am meisten Geld vom IWF, nachweislich.

hannes67

Walter H. schrieb am 29.10.2020 um 17:28

Was für ein blinder Populismus. Das ist doch eher Stammtischgeschwätz was sie da raus lassen. Hat mit Hirn und Verstand nichts zu tun. 99,9% der Menschen in unserem Land sind nicht betroffen, und diese wollen auch Leben. 

Au weia, da hab ich einen Realitätsverweigerer aber aufgeschreckt. Zudem schein der gute Herr seine Mathematikkenntnisse in der Lotterie gewonnen zu haben.

Mal kurz gerechnet, "unser Land" bedeutet etwa 80 Millionen Menschen, die "Betroffenen"-Zahl liegt damit nach ihren Berechnungen bei 80.000. Ihren Äußerungen zu Folge sollen diese sich also mit ihrem Schicksal abfinden, krank werden, bleibende Schäden davon tragen, sterben. Hauptsache ihre "Bürgerrechte“ bleiben unangetastet und sie können weiterhin ihren Späßen nachgehen.

Wie abgrundtief niederträchtig und egoistisch ist das nur? An solchen ich-bezogenen Meinungen krankt unsere Gesellschaft. DAS ist Populismus in seiner reinsten Form!

Übrigens: Aktuell sind bzw. waren hierzulande etwa 500.000 Menschen mit dem Virus infiziert und das sind 0,625%, nur um mal richtig zu rechnen. Damit berechnet sich der Kreis derer, die vom Virus bisher nicht betroffen waren (und "auch leben wollen") zu 99,375%.

Herr, lass Hirn herab.

Harald Seiz

Jörg Dittrich schrieb am 29.10.2020 um 16:26

Wir leben nun mal in einer Demokratie. Für das Zustandekommen von Gesetzen und Verordnungen muss es auch in einer Pandemie einen Weg über die Parlamente geben.

Sie irren, Herr Dittrich, die Regierung kann durchaus auf Basis des Bundesseuchengesetzes Verordnungen erlassen. Und das ist auch gut so. Wenn ein nationaler Notstand ein sofortiges Eingreifen erforderlich macht, kann das Parlament nicht 3 Lesungen lange debattieren, bevor endlich ein Gesetz verabschiedet wird. Das Parlament hätte den ganzen Sommer über Zeit gehabt, eigene Vorstellungen für einen durch die Pandemie verursachten Notstand  in einem Gesetz zu regeln. Aber das Parlament hat geschlafen, obwohl der Notstand vorhersehbar war. Jetzt ist der Notstand eingetreten und sofortiges Handeln war dringend nötig. Das hat die Regierung getan. Und das war rechtens und richtig, egal ob das nun Ihren perönlichen Geschäftsinteressen zuwiderläuft oder nicht.  

Natürlich muss in einer Demokratie jetzt das Parlament die getroffenen Maßnahmen prüfen und kann durch Gesetze andere Regelungen festschreiben. In diesem Verfahren können auch Interessenvertreter von Handel und Gastronomie ihre Partikularinteressen durch Lobbyarbeit einbringen. Aber bis dahin haben sich alle an die beschlossenen Verordnungen und Allgemeinverfügungen zu halten.

 

Harald Seiz

Walter H. schrieb am 29.10.2020 um 17:28

Was für ein blinder Populismus. Das ist doch eher Stammtischgeschwätz was sie da raus lassen. Hat mit Hirn und Verstand nichts zu tun. 99,9% der Menschen in unserem Land sind nicht betroffen, und diese wollen auch Leben. 

Ws Sie, Herr Walter H.,  hier schreiben, das nenne ich populistisch. Und zwar auf niedrigstem Stammtischniveau. hannes 67 hat völlig Recht mit dem, was er geschrieben hat.

Philipp Scherer

Michael Adler schrieb am 29.10.2020 um 20:04

Richtig ,die Entscheidung sollte stehen!!!

Mich würde auch interessieren ob unserer auch dabei ist?

Diejenigen (die vom Steuerzahler bezahlten BM' s ) von den kleineren Gemeinden ( wie sagte vor kurzem einer " da im Hinterland" sollen die privaten Coronapartis eindämmen, und schauen daß die jenigen die sich an die Regeln halten schützen. 

M.Adler 

Zipplingen

Da sind wir beim zweiten Punkt. Manche dieser Beschlüsse sind einfach nicht zu Ende gedacht. Ich hoffe, dass dann in den Schulen auch ab sofort der Sportunterricht abgesagt wird und ausfällt!

Man kann nicht den Sport im privaten und semiprofessionellen Bereich einstellen, gleichzeitig die Schüler mit Maske im Klassenzimmer sitzen lassen und sie dann in der Sportumkleide auf dichtem Raum umziehen lassen ...

Michael Adler

hannes67 schrieb am 29.10.2020 um 16:021

Wer sind diese Bürgermeister?
Warum deren Gejammere?
Statt zu klagen, sollten alle - auch die Herren Bürgermeister - an einem Strang ziehen.

Mir scheint, die Kühllastwagen in Italien und New York vom Frühjahr sind schon vergessen. Hier geht es nicht darum, wirtschaftliche Interessen zu schützen, hier geht es darum Menschenleben zu schützen. Daher sind alle vertretbaren Maßnahmen sinnvoll und legitim. Wenn diese jetzt angeordneten Maßnahmen erfolgreich sind, dann sollten wir uns freuen und nicht permanent wehklagen.

Es ist unglaublich in diesem Deutschland. Es gibt immer eine klagende Minderheit, denen etwas nicht passt und deren "Bürgerrechte" genommen werden (sehr sehr laut lach!!!). Warum muss denn immer quer getrieben werden?

Wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann ginge es allen besser - ob das die sebsternannten "Quertreiber" auch so sehen? Wohl nicht!

Hoffentlich bleibt der Ministerpräsident bei seiner EInstellung!

Richtig ,die Entscheidung sollte stehen!!!

Mich würde auch interessieren ob unserer auch dabei ist?

Diejenigen (die vom Steuerzahler bezahlten BM' s ) von den kleineren Gemeinden ( wie sagte vor kurzem einer " da im Hinterland" sollen die privaten Coronapartis eindämmen, und schauen daß die jenigen die sich an die Regeln halten schützen. 

M.Adler 

Zipplingen

Albert Häberle

Es ist schon ein wenig seltsam: Seit gestern höre und lese ich nichts anderes als: "Das öffentliche Leben" wird und ist eingeschränkt. Schaue ich aus meinem Fenster, geht das "öffentliche Leben" weiter. Die Läden, Schulen, Kitas etc. offen. Betriebe und Verwaltungen arbeiten.

Aber mein privates Leben ist eingeschränkt. Besuchs- und "Versammlungs"-Verbote. Keine Veranstaltungen im Bereich Kultur und Sport. Das Fitnessstudio zu. Die Kneipe um die Ecke geschlossen. Reisen? Wohin ohne anschließend in die völlige Isolierung zu müssen. In Deutschland keine Übernachtungsmöglichkeiten. Die Liste kann man fortsetzen.

Nein - nicht das öffentliche Leben ist eingeschränkt, sondern mein privates. Und das ist offensichtlich gewollt.

Walter H.

Weber schrieb am 29.10.2020 um 18:38

Nein Herr H. das ist kein Stammtischgeschwätz von Hannes. Am Stammtisch werden die Maßnahmen nicht verteidigt.

Was Sie aber behaupten, es seien 99,9 der Menschen nicht betroffen, ist der von Ihnen erwähnte blinde Populismus. in Wahrheit sind 99,9 % tatsächlich betroffen. Z.B. weil unser Außenhandel zusammenbricht da andere Industrienationen wie die USA ihre Kühllaster nicht mehr für den Handel sondern für Leichentransporte einsetzen.

Damit sie nicht weiterhin im Dunkeln bleiben müssen und Blödsinn schreiben, informieren sie sich an den richtigen Stellen und besinnen sich der Grundrechenarten... https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html

Weber

Walter H. schrieb am 29.10.2020 um 17:28

Was für ein blinder Populismus. Das ist doch eher Stammtischgeschwätz was sie da raus lassen. Hat mit Hirn und Verstand nichts zu tun. 99,9% der Menschen in unserem Land sind nicht betroffen, und diese wollen auch Leben. 

Nein Herr H. das ist kein Stammtischgeschwätz von Hannes. Am Stammtisch werden die Maßnahmen nicht verteidigt.

Was Sie aber behaupten, es seien 99,9 der Menschen nicht betroffen, ist der von Ihnen erwähnte blinde Populismus. in Wahrheit sind 99,9 % tatsächlich betroffen. Z.B. weil unser Außenhandel zusammenbricht da andere Industrienationen wie die USA ihre Kühllaster nicht mehr für den Handel sondern für Leichentransporte einsetzen.

Walter H.

hannes67 schrieb am 29.10.2020 um 16:02

Wer sind diese Bürgermeister?
Warum deren Gejammere?
Statt zu klagen, sollten alle - auch die Herren Bürgermeister - an einem Strang ziehen.

Mir scheint, die Kühllastwagen in Italien und New York vom Frühjahr sind schon vergessen. Hier geht es nicht darum, wirtschaftliche Interessen zu schützen, hier geht es darum Menschenleben zu schützen. Daher sind alle vertretbaren Maßnahmen sinnvoll und legitim. Wenn diese jetzt angeordneten Maßnahmen erfolgreich sind, dann sollten wir uns freuen und nicht permanent wehklagen.

Es ist unglaublich in diesem Deutschland. Es gibt immer eine klagende Minderheit, denen etwas nicht passt und deren "Bürgerrechte" genommen werden (sehr sehr laut lach!!!). Warum muss denn immer quer getrieben werden?

Wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann ginge es allen besser - ob das die sebsternannten "Quertreiber" auch so sehen? Wohl nicht!

Hoffentlich bleibt der Ministerpräsident bei seiner EInstellung!

Was für ein blinder Populismus. Das ist doch eher Stammtischgeschwätz was sie da raus lassen. Hat mit Hirn und Verstand nichts zu tun. 99,9% der Menschen in unserem Land sind nicht betroffen, und diese wollen auch Leben. 

Jörg Dittrich

hannes67 schrieb am 29.10.2020 um 16:02

Wer sind diese Bürgermeister?
Warum deren Gejammere?
Statt zu klagen, sollten alle - auch die Herren Bürgermeister - an einem Strang ziehen.

Mir scheint, die Kühllastwagen in Italien und New York vom Frühjahr sind schon vergessen. Hier geht es nicht darum, wirtschaftliche Interessen zu schützen, hier geht es darum Menschenleben zu schützen. Daher sind alle vertretbaren Maßnahmen sinnvoll und legitim. Wenn diese jetzt angeordneten Maßnahmen erfolgreich sind, dann sollten wir uns freuen und nicht permanent wehklagen.

Es ist unglaublich in diesem Deutschland. Es gibt immer eine klagende Minderheit, denen etwas nicht passt und deren "Bürgerrechte" genommen werden (sehr sehr laut lach!!!). Warum muss denn immer quer getrieben werden?

Wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann ginge es allen besser - ob das die sebsternannten "Quertreiber" auch so sehen? Wohl nicht!

Hoffentlich bleibt der Ministerpräsident bei seiner EInstellung!

Wir leben nun mal in einer Demokratie. Für das Zustandekommen von Gesetzen und Verordnungen muss es auch in einer Pandemie einen Weg über die Parlamente geben. Dort sollten auch in einer Situation wie jetzt Argumente angehört  und diskutiert werden. Wenn dies nicht geschieht muss man sich nicht wundern, wenn sich demokratische Vertreter mit einem Brief an die Landesregierung wenden und weniger berücksichtigen Belange vortragen. Die Akzeptanz einer Entscheidung ist sicherlich höher wenn die Entscheidung parlamentarisch Zustandegekommen ist und nicht im Hinterzimmer irgendeines Ausschusses/Gesprächsrunde. Das muss auch in Not-Situationen wie jetzt möglich sein und uns eine Demokratie wert sein.

hannes67

Wer sind diese Bürgermeister?
Warum deren Gejammere?
Statt zu klagen, sollten alle - auch die Herren Bürgermeister - an einem Strang ziehen.

Mir scheint, die Kühllastwagen in Italien und New York vom Frühjahr sind schon vergessen. Hier geht es nicht darum, wirtschaftliche Interessen zu schützen, hier geht es darum Menschenleben zu schützen. Daher sind alle vertretbaren Maßnahmen sinnvoll und legitim. Wenn diese jetzt angeordneten Maßnahmen erfolgreich sind, dann sollten wir uns freuen und nicht permanent wehklagen.

Es ist unglaublich in diesem Deutschland. Es gibt immer eine klagende Minderheit, denen etwas nicht passt und deren "Bürgerrechte" genommen werden (sehr sehr laut lach!!!). Warum muss denn immer quer getrieben werden?

Wenn jeder seinen Teil beiträgt, dann ginge es allen besser - ob das die sebsternannten "Quertreiber" auch so sehen? Wohl nicht!

Hoffentlich bleibt der Ministerpräsident bei seiner EInstellung!

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