Booker-Preis für Douglas Stuart

  • Der gebürtige Schotte Douglas Stuart lebt in New York. Foto: Martyn Pickersgill/afp
Der britische Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den gebürtigen Schotten Douglas Stuart für seinen Roman „Shuggie Bain“. Er basiert auf der Kindheit des Autors und spielt im Glasgow der 1980er Jahre. Er erzählt darin die Geschichte eines Jungen, der eine verarmte, alkoholabhängige Mutter hat. Der Roman sei „gewagt, erschreckend und lebensverändernd“, sagte die Jury-Vorsitzende Margaret Busby bei der Online-Zeremonie in London.

Nach der Bekanntgabe betonte Stuart: „Meine Mutter ist in jeder Seite dieses Buches und ohne sie wären ich und das Buch nicht hier.“ Sie starb an Alkoholsucht, als er 16 war. Er sei in einem Haushalt ohne Bücher aufgewachsen. „Sie wurden als ziemlich gefährlich angesehen“, sagte Stuart. Erst nach dem Tod seiner Mutter habe er den Zugang zu Büchern gefunden und wollte unbedingt Autor werden. „Shuggie Bain“ ist der erste Roman des 44-Jährigen, der vor 20 Jahren in die USA zog. Er lebt mit seinem Ehemann in New York und arbeitet in der Modebranche. dpa
© Südwest Presse 21.11.2020 07:45
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