SPD ohne Empfehlung zur OB-Wahl

Die Sozialdemokraten stützen keinen Kandidaten, nachdem ihr eigener zurückgezogen hat.
Der unabhängige Kandidat zur Stuttgarter OB-Wahl, Marian Schreier (30), erhält trotz seines SPD-Parteibuchs keine Rückendeckung von der SPD. Deren Stadtverband will keine Wahlempfehlung für ihn geben. Der SPD-Kandidat Martin Körner hatte seine Bewerbung nach dem für ihn enttäuschenden ersten Wahlgang zurückgezogen.

Schreier muss seine Parteimitgliedschaft im Wahlkampf nach einem Streit um seine Kandidatur ruhen lassen. Die SPD in Stuttgart teilte mit, sie sei zwar zunächst bereit gewesen, seine die Kandidatur zu unterstützen. Allerdings seien die Versuche des Mitte-Links-Lagers gescheitert, sich auf einen der vier Bewerber zu einigen.

Noch drei Kandidaten

Auch die ausgeschiedene Grünen-Kandidatin Veronika Kienzle hält sich mit einer Wahlempfehlung für einen der beiden verbliebenen Bewerber aus dem Mitte-Links-Lager zurück. Dagegen haben sich die Jusos Baden-Württemberg hinter Schreier gestellt.

Neben dem CDU-Kandidaten Frank Nopper und Schreier tritt der Stadtrat Hannes Rockenbauch vom Fraktionsbündnis SÖS/Linke im zweiten Wahlgang am 29. November erneut an. Die doppelte Kandidatur aus dem Mitte-Links-Lager hatte Erstaunen und Kritik hervorgerufen. Der Streit im Mitte-Links-Lager könnte der CDU und Nopper den Weg zum Chefsessel im Stuttgarter Rathaus ebnen. dpa
© Südwest Presse 21.11.2020 07:45
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