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Das regionale Handwerk geht hoffnungsvoll durch die Krise

Die Auswirkungen der Corona-Krise sind für das regionale Handwerk im Kreis Ostalbkreis auch im dritten Quartal 2020 noch spürbar, die Betriebe zeigen sich aber meist optimistisch. Ein Grund: Die Ausbildung im Handwerk ist sinnvoll und zukunftsorientiert.
  • Die zukunftsorientierte Ausbildung des Handwerks machen die Berufe für junge Menschen immer attraktiver. Foto: HWK Ulm
  • Die Kreishandwerksmeister Katja Maier und Alexander Hamler. Fotos: HWK Ulm

Ostalbkreis. Mehr als jeder zweite befragte Handwerksbetrieb in der Region ist zufrieden mit seiner Geschäftslage, darunter vor allem das Bauhauptgewerbe, das Ausbauhandwerk und die Gesundheitshandwerker, so sagen es die aktuellen Konjunkturdaten der regelmäßigen Quartalsumfrage der Handwerkskammer Ulm. „Erfreulich ist, dass die Auftragsentwicklung der regionalen Handwerksbetriebe im dritten Quartal 2020 etwas höher als im Vergleichsquartal 2019 ist“, betonen Kreishandwerksmeisterin Katja Maier aus Aalen und ihr Schwäbisch Gmünder Kollege Alexander Hamler.

Die Krise kommt im Handwerk zeitverzögert an

Über volle Auftragsbücher freut sich derzeit jeder dritte Befragte (34 Prozent, Vorjahr: 26 Prozent). „Wir dürfen uns über diese Aufhellung zunächst zufrieden sein. Aber: Die Krise kann im Handwerk zeitverzögert ankommen. Die spannende Zeit kommt erst noch, wenn laufende Projekte abgearbeitet sind und Folgeaufträge kommen oder nicht. Wir sind noch nicht über den Berg“, sagen die beiden Handwerksvertreter. Jeder vierte Betrieb erwartet sogar ein höheres Auftragsaufkommen als vor einem Jahr (26 Prozent, Vorjahr: 29 Prozent).

„Jetzt ist die Zeit für öffentliche und private Aufträge. Das ist das beste Konjunkturprogramm. Aufträge sind für alle besser als Zuschüsse“, betonen Maier und Hamler.

Die Zahl der Beschäftigen ist erneut gestiegen

Trotz Krise mehr Beschäftigte Trotz der Pandemie-Krise hat sich die Beschäftigtenzahl im Handwerk im letzten Vierteljahr erneut erhöht: 12 Prozent der Befragten haben zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, während 8 Prozent von Personalrückgang berichten. „Die Krise hat also bislang keinen wesentlichen Einfluss auf die handwerklichen Beschäftigungsverhältnisse. Das sind auch gute Zukunftsaussichten für den ambitionierten Nachwuchs: Handwerk ist weitgehend krisensicher“, sagen die beiden Kreishandwerksmeister.

Jetzt ist die Zeit für öffentliche und private Aufträge. Das ist das beste Konjunkturprogramm. Aufträge sind für alle besser als Zuschüsse.

Katja Maier und Alexander Hamler, Kreishandwerksmeister

Ein zweiter Ausbildungsbeginn im Februar ist angedacht

„Wer jetzt ins Handwerk geht, kann hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, kommentiert Katja Maier – und für die Betriebe gelte dies genauso. „Der Ausbildungswille unserer Unternehmen scheint ungebrochen trotz vieler Unsicherheiten“, fügt Alexander Hamler hinzu.

Derzeit wird wegen der schwierigen Startvoraussetzungen in der Pandemie-Lage sogar über einen zweiten Ausbildungsbeginn im Februar 2021 nachgedacht.

Das könnte auch zahlreiche Abiturienten begeistern, die keine Lust auf einen virtuellen Studienstart haben. Ihre Zahl ist unter den Auszubildenden im Handwerk in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen – auf 15 Prozent, das heißt, dass sich schon jeder siebte Abiturient fürs Handwerk begeistert. Die beiden Kreishandwerksmeister „Wir haben trotz der Schwierigkeiten durch Corona auch derzeit schon wieder mehr Abiturienten fürs Handwerk als im Vorjahr, das unterstreicht einfach, wie attraktiv das Handwerk ist.“ HWK Ulm

Weitere Informationen zur
Kreishandwerkerschaft Ostalb unter:
www.handwerk-ostalb.de

© Gmünder Tagespost 27.11.2020 15:36
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