Feuer-Unfall schockt Formel 1

Haas-Pilot Romain Grosjean übersteht einen schlimmen Crash verhältnismäßig glimpflich. Der Sieg von Weltmeister Lewis Hamilton gerät zur Nebensache.
  • Löscheinsatz auf dem Kurs von Sakhir: Romain Grosjeans Bolide in Flammen. Der Franzose ist bereits in Sicherheit. Foto: dpa
  • Erlitt nur leichte Verletzungen: Haas-Pilot Romain Grosjean (34). Foto: Eibner
Unter dem Schock des Feuer-Unfalls von Romain Grosjean hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton im Wüsten-Chaos von Bahrain seinen Siegeszug fortgesetzt. Nach dem Horror-Crash des Haas-Piloten und einer langen Unterbrechung nahm der Mercedes-Pilot mit seinem elften Erfolg des Jahres die Bestmarken von Michael Schumacher und Sebastian Vettel in Angriff. Die beiden Deutschen konnten jeweils 13 Mal in einer Saison gewinnen.

Zwei Wochen nach seinem siebten Titelgewinn in der Türkei verwies Hamilton mit einer perfekten Reifen-Strategie in Sakhir Max Verstappen im Red Bull auf den zweiten Platz. Dritter bei dem Flutlicht-Chaos, das Grosjean offenbar weitgehend unbeschadet überstand, wurde Verstappens Teamkollege Alex Albon. Der Thailänder profitierte drei Runden vor Schluss von einem Motorschaden bei Sergio Perez im Racing Point. Unter dem Safety Car wurde das chaotische Rennen daraufhin beendet. Vettel wurde 13..

Schon nach wenigen hundert Metern war es zu dem fürchterlichen Crash gekommen. Grosjean zog es mit seinem Haas nach rechts, er touchierte dabei Daniil Kwjat von Alpha Tauri und schoss förmlich in die Leitplanke. Dann schossen Flammen aus dem Wrack. Der Franzose befreite sich aus seinem in zwei Teile gerissenen Wagen. Ein Streckenarzt half dem geschockten Piloten nach wenigen Sekunden, die aber in diesem unglaublichen Szenario wie eine Ewigkeit wirkten, über die Leitplanke.

Grosjean saß kurz danach im Auto des Streckenarztes. Er musste gestützt werden, als er in einen Krankenwagen begleitet wurde. Dann Entwarnung vom Haas-Team. Grosjean zog sich nur „einige kleinere Verbrennungen an seinen Händen und Knöcheln“ zu. Sein Zustand war stabil, er konnte mit einem Helikopter ins Krankenhaus geflogen werden.

„Alle Systeme, die wir entwickelt haben – der Halo, die Barrieren, die Gurte – haben so funktioniert, wie sie sollten“, urteilte der Fahrer des Medizinwagens Alan van der Merwe. Haas-Teamchef Günther Steiner sagte: „Das war Glück im Unglück, muss man sagen.“ dpa
© Südwest Presse 30.11.2020 07:45
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