Lesermeinung

Zum SchwäPo-Artikel „Trauerzug für die Schättere“ vom 23.11:

Im SchwäPo-Artikel wird Klaus Berger vom ADFC mit den Worten zitiert „…Radfahrer machen die Natur nicht kaputt.“ Das mag für Radfahren auf dem größten Teil der ausgewiesenen Radwege unseres Landes gelten. Die Aussage ist aber falsch, wenn (...) mit Radverkehr in letzte Rückzugsmöglichkeiten einer ohnehin schon zurückgedrängten Natur eingedrungen wird. Gerade im FFH-Gebiet um die Schättere gibt es seltene Pflanzen und Tiere, deren Habitate anderenorts längst verschwunden sind.

Der jetzt schon praktizierte illegale Radverkehr, der offenbar von der Stadt (...) toleriert wird, schädigt erwiesenermaßen jetzt schon durch Überfahren von Insekten (kleiner Hirschkäfer, schwarzblaue Ölkäfer) die Tierwelt. Andere Tiere wie Blindschleichen oder sich auf dem Weg sonnende Schmetterlinge sind ebenfalls durch Radverkehr bedroht und nicht durch Fußgänger, deren trittbedingte Bodenerschütterungen die Tiere warnen.

Durch ständige Ausweichmanöver bei gleichzeitiger Nutzung des Wanderwegs durch schnell sich vorwärts bewegende Radfahrer kommt es zunehmend zu Trittschäden neben den mit teilweise geschützten Pflanzen bewachsenen Wegränder. Wenn wie geplant der Wanderweg auch noch verbreitert werden soll, wird auf langer Strecke eine Zone von besonderem Artenreichtum zugunsten des Radverkehrs geopfert (...). Dass der vom AUST (...) beschlossene Ausbau der Schättere in eine Sackgasse vor dem Tunnel führt, ist rein taktisch einzuordnen. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, dass auch dort noch der Radfahr-Lobby nachgegeben und der Tunnel geöffnet werden soll, obwohl er als Winterquartier für teilweise höchst bedrohte Fledermausarten unter besonderen Schutz gestellt wurde (...). Radfahren ja, aber bitte nicht überall und schon gar nicht in Schutzgebieten auf Kosten der Natur. Hier kann es keine Kompromisse geben und es muss gelten: Hände weg!

© Gmünder Tagespost 02.12.2020 22:04
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Kommentare

NMA

Häberle & Pfleiderer schrieb am 03.12.2020 um 22:09

was Ebnat und Waldhausen  mit ihren Rätinnen/ Räten einstimmig besprochen haben, sehe ich als Meinungsäußerung * soweit mir bekannt, gehört die Gemarkung *Schättere Trasse * zu Unterkochen, und Unterkochen hier zu übergehen, dürfte nach vorhandenem Recht nicht abschließend sein * ich bestimme auch nicht, welche Einrichtung ihre Whg. zu haben, hat * am 24.09.20 habe ich mit einer Radler-Truppe, welche beim Stadtradeln für Aalen mitgeradelt ist, über die Schättere Trasse, bei wunderbarem Wetter eine Wanderung durchgeführt, da wollten auch viele Leser der Schwäpo kommen, leider blieb es nur beim Leser schreiben. Keiner der mit Wandernden Radler äußerte sich dabei positiv, diesen einmaligen Weg zu einer Radler-Trasse zu machen * sollten sie immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Radler Weg von unten nach oben/ oder umgekehrt zu sein, empfehle ich ihnen die App "Komoot" dort finden sie ausreichend Möglichkeit, mit dem Rad Wege zu finden, ob mit oder ohne E-Antrieb * auch eine vom 15.Nov.20 von Bopfingen, Brastelburg, Unterkochen usw...sollte diese nicht zusagen, demnächst, radle ich bestimmt wieder aufs Härtsfeld, und alle meine Touren sind aufgezeichnet und können nach geradelt werden ...JA, es gibt genügend vernünftige Radler in Aalen/ Ostalbkreis, die wandern lieber auf der Schättere Trasse, als dort zu radeln und das sind nicht WENIGE, im Gegensatz zu den Natur Verschändern * ich verweise da nur auf die vielen, schönen Wanderwege, nicht breiter als ca. 80/ 100 cm, welche von MTB benutzt, nur noch als Rinnen und nicht mehr als Wege zu erkennen sind **

Die Trasse verläuft nur zu einem kleinen Teil über Unterkochener Gemarkung. Die Kernstadt, Waldhausen und Ebnat sind deshalb natürlich ebenso betroffen. Ihre Ausführungen haben deshalb nichts mit den Tatsachen zu tun.

Wie Sie aufs Härtsfeld radeln ist Ihre Sache, gerne können Sie weiterhin auf der Trasse wandern. 

Häberle & Pfleiderer

NMA schrieb am 03.12.2020 um 19:57

Wenn Sie andere Strecken bevorzugen, steht Ihnen das natürlich frei. Sie haben dieselbe Behauptung, dass es Alternativen gäbe, in einem anderen Leserbrief aufgestellt. Leider haben Sie meine detaillierten Nachfragen nicht beantwortet, was darauf hindeutet, dass Ihre Alternativen vermutlich ungeeignet sind.

Die Entscheidung wurde vom zuständigen Gremium getroffen und vorher haben die Ortschaftsräte Ihre Meinung zu diesem Thema geäußert. Ebnat und Waldhausen hat, anders als Unterkochen, nahezu einstimmig für eine Öffnung gestimmt. 

Wenn es tatsächlich Beeinträchtigungen für die Natur oder nicht zumutbare Belastungen für Fußgänger gäbe, wäre die BI sicher längst vor Gericht gezogen.

Da beides aber nicht der Fall ist, zieht die BI es vor, mit einem Sarg durch die Stadt zu ziehen und die Natur zu beerdigen.

Man hat selten geschmacklosere Aktionen gesehen, aber weiß seither, dass große Auftritte wichtiger als Argumente zu sein scheinen.

Da ist ganz sicher das letzte Wort gesprochen und es ist unerheblich was Sie von dieser Entscheidung halten.

was Ebnat und Waldhausen  mit ihren Rätinnen/ Räten einstimmig besprochen haben, sehe ich als Meinungsäußerung * soweit mir bekannt, gehört die Gemarkung *Schättere Trasse * zu Unterkochen, und Unterkochen hier zu übergehen, dürfte nach vorhandenem Recht nicht abschließend sein * ich bestimme auch nicht, welche Einrichtung ihre Whg. zu haben, hat * am 24.09.20 habe ich mit einer Radler-Truppe, welche beim Stadtradeln für Aalen mitgeradelt ist, über die Schättere Trasse, bei wunderbarem Wetter eine Wanderung durchgeführt, da wollten auch viele Leser der Schwäpo kommen, leider blieb es nur beim Leser schreiben. Keiner der mit Wandernden Radler äußerte sich dabei positiv, diesen einmaligen Weg zu einer Radler-Trasse zu machen * sollten sie immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Radler Weg von unten nach oben/ oder umgekehrt zu sein, empfehle ich ihnen die App "Komoot" dort finden sie ausreichend Möglichkeit, mit dem Rad Wege zu finden, ob mit oder ohne E-Antrieb * auch eine vom 15.Nov.20 von Bopfingen, Brastelburg, Unterkochen usw...sollte diese nicht zusagen, demnächst, radle ich bestimmt wieder aufs Härtsfeld, und alle meine Touren sind aufgezeichnet und können nach geradelt werden ...JA, es gibt genügend vernünftige Radler in Aalen/ Ostalbkreis, die wandern lieber auf der Schättere Trasse, als dort zu radeln und das sind nicht WENIGE, im Gegensatz zu den Natur Verschändern * ich verweise da nur auf die vielen, schönen Wanderwege, nicht breiter als ca. 80/ 100 cm, welche von MTB benutzt, nur noch als Rinnen und nicht mehr als Wege zu erkennen sind **

NMA

Häberle & Pfleiderer schrieb am 03.12.2020 um 18:48

Herr Dr. Haas,

man kann sie nur unterstützen, auch ich bin Radler und ein vernünftiger Radler braucht die Schättere Trasse nicht um von U nach E oder sonst wo hin zu kommen, wenn jetzt auch noch die Illegalen sich Anordnungen widersetzen, kann man diese nicht mehr zu den vernünftigen Radlern zuordnen*   Wann begreift der Mensch endlich, das unsere Natur mit all ihrer Schönheit für den Menschen lebensnotwendig ist? Täglich wird immer mehr unserer Natur dem Irrsinn, immer mehr, höher, weiter geraubt * Ob die Abstimmung der Aalener Räte über die Köpfe der Unterkochener rechtmäßig ist/war ? bezweifle ich? Darum denke ich, ist das letzte Wort hier noch nicht gesprochen *  Als Radler aus Essingen unterstütze ich weiterhin die Aktion * Hände weg von der Schättere Trasse * schützt unsere Natur * 

Wenn Sie andere Strecken bevorzugen, steht Ihnen das natürlich frei. Sie haben dieselbe Behauptung, dass es Alternativen gäbe, in einem anderen Leserbrief aufgestellt. Leider haben Sie meine detaillierten Nachfragen nicht beantwortet, was darauf hindeutet, dass Ihre Alternativen vermutlich ungeeignet sind.

Die Entscheidung wurde vom zuständigen Gremium getroffen und vorher haben die Ortschaftsräte Ihre Meinung zu diesem Thema geäußert. Ebnat und Waldhausen hat, anders als Unterkochen, nahezu einstimmig für eine Öffnung gestimmt. 

Wenn es tatsächlich Beeinträchtigungen für die Natur oder nicht zumutbare Belastungen für Fußgänger gäbe, wäre die BI sicher längst vor Gericht gezogen.

Da beides aber nicht der Fall ist, zieht die BI es vor, mit einem Sarg durch die Stadt zu ziehen und die Natur zu beerdigen.

Man hat selten geschmacklosere Aktionen gesehen, aber weiß seither, dass große Auftritte wichtiger als Argumente zu sein scheinen.

Da ist ganz sicher das letzte Wort gesprochen und es ist unerheblich was Sie von dieser Entscheidung halten.

Häberle & Pfleiderer

Herr Dr. Haas,

man kann sie nur unterstützen, auch ich bin Radler und ein vernünftiger Radler braucht die Schättere Trasse nicht um von U nach E oder sonst wo hin zu kommen, wenn jetzt auch noch die Illegalen sich Anordnungen widersetzen, kann man diese nicht mehr zu den vernünftigen Radlern zuordnen*   Wann begreift der Mensch endlich, das unsere Natur mit all ihrer Schönheit für den Menschen lebensnotwendig ist? Täglich wird immer mehr unserer Natur dem Irrsinn, immer mehr, höher, weiter geraubt * Ob die Abstimmung der Aalener Räte über die Köpfe der Unterkochener rechtmäßig ist/war ? bezweifle ich? Darum denke ich, ist das letzte Wort hier noch nicht gesprochen *  Als Radler aus Essingen unterstütze ich weiterhin die Aktion * Hände weg von der Schättere Trasse * schützt unsere Natur * 

Josef Bess

Ventilator schrieb am 03.12.2020 um 17:31

Eine "Demokratische Abstimmung" mit Gleichgesinnten;Ein Schelm wer daran zweifelt.

Es waren halt Leute ( Abstimmer ) die die Meinung der Bevölkerung wieder gegeben.haben .

Ventilator

Eine "Demokratische Abstimmung" mit Gleichgesinnten;Ein Schelm wer daran zweifelt.

Josef Bess

NMA schrieb am 03.12.2020 um 10:01

Ihre Behauptung, dass Radfahren negative Auswirkungen auf Flora und Fauna an der Trasse hätte ist schlicht unwahr. Deshalb ist der zustündige AUTS dieser Argumentation auch nicht gefolgt.

Diese Angelegenheit wurde endlich entschieden und das ist gut so. Ihre Weigerung dieses Ergebnis zu akzeptieren erinnert mehr und mehr an das Verhalten von Donald Trump. 

Auch meine Meinung Donald Trump lässt Grüßen !! Es gibt halt immer Leute ,die eine Demokratische Abstimmung nicht wahrhaben wollen !!

NMA

Ihre Behauptung, dass Radfahren negative Auswirkungen auf Flora und Fauna an der Trasse hätte ist schlicht unwahr. Deshalb ist der zustündige AUTS dieser Argumentation auch nicht gefolgt.

Diese Angelegenheit wurde endlich entschieden und das ist gut so. Ihre Weigerung dieses Ergebnis zu akzeptieren erinnert mehr und mehr an das Verhalten von Donald Trump. 

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