Lesermeinung

Zum Thema „Wilde Müllablagerungen“:

Eine Radtour vor einigen Wochen über Ostalb/Härtsfeld, schöne Eindrücke, aber leider auch Folgendes: Eine Bank am Albrand, davor ca. 120 Zigarettenkippen, der Mülleimer – ein Meter daneben; eine Bank mit Blick aufs Albvorland, drumherum ca. 50 Kronkorken, der Mülleimer – ein Meter daneben. Zwei Kilometer Bundesstraße, garniert am Rand mit etwa 30 Alkoholikaflaschen; dabei ein Wanderparkplatz mit zerrissenen Müllsäcken samt Inhalt in den Schlehenhecken – alles Orte, die auch mit dem Auto erreichbar sind und darum wohl noch schamloser für die Vermüllung/private Müllentsorgung missbraucht werden. Seit Jahren versuche ich in meiner Freizeit, diese Hinterlassenschaften immer mal wieder da und dort abzusammeln, bin auch seit einigen Monaten als Müllpate bei der GOA – und manchmal ganz schön gefrustet, weil es meist keinen einzigen Tag vorhält, bis erneut was im Graben oder Gebüsch liegt. (...). Und dieser Müll fliegt ja nicht aus Versehen in die Landschaft, (...), sondern mit purer Absicht und Rücksichtslosigkeit von Zeitgenossen, die anscheinend reif für den Führerschein sind, aber noch nicht „stubenrein“ für die Umwelt. (...). Was nützen Strafen z. B. für weggeworfene Kippen, wenn sie kaum verhängt werden? Standorte von Recycling-Containern werden bei der üblichen Vermüllung anscheinend lieber aufgegeben statt die Überwachung mal konsequent durchzusetzen. (...). Da plädiere ich bei aller bekannten Problematik doch für die eine oder andere Kamera (...) – und wer erwischt wird, könnte beim Säubern der Landschaft helfen, aber bitte dann nicht nach Stunden, sondern nach abgearbeiteter Fläche. Vielleicht würde dann auch etwas Umdenken einsetzen. Dass darüber hinaus generell Müllvermeidung, industrielles Umschwenken auf nachhaltigere Verpackungsarten, etc. ebenso nötige Aufgaben sind, versteht sich dabei wohl von selbst.

© Gmünder Tagespost 03.12.2020 22:04
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Kommentare

W Dan

Nicht zu vergessen die Beutelchen mit Hundekot die am Wegrand abgestellt werden in der Meinung da läuft jemand hinterher und sammelt die ein.

Dafür gäbs auch eine einfache aber sichere Lösung, DNA des Hundes bei dessen Registrierung fasthalten.

Häberle & Pfleiderer

und keine Produkte mit Verpackung der Fast-Food-Ketten dürfte mehr ohne Aufdruck des KFZ Kennzeichen des Abholers  mehr den Mc Drive verlassen (eine solche Anordnung lässt sich von heute auf morgen in die Tat umsetzen) ....eine riesengroße Schweinerei dieser Gesellschaftsteilnehmer, irgendwo hinfahren zu futtern, Fenster auf und raus mit dem Müll, egal wo gerade unterwegs * 

Spuren dieser Umwelt Frevler sehr häufig schon im Nahbereich dieser Drive Inn Stationen zu finden, siehe Parkplätze Thermalbad, Dauerwang, usw. ....

alle Verpackungen  welche in der Natur, Umwelt ohne KFZ Kennzeichen zu finden sind, ab sofort die Entsorgung/ Reinigungs-Kosten diesen Verkaufs-Stationen (Mc/King) in Rechnung stellen ***

Frieder Kohler

Ja, Herr Rabus, auch bei  (Rund-)Wanderungen über die Röttinger Höhe können die Wanderinnen und Wanderer einen "Dornbusch bemerken, der brennt, aber nicht verbrennt": Müll jeder Art! Dieser wird von Menschen entsorgt, die keine innere Stimme hören:"Dummheit ist auch eine natürliche Begabung!"  Um festzustellen, welche Vögel mit Fuchs, Dachs, Wiesel, Ratten und Mäusen die Verpackungen, Säcke, Tüten (oft mit Nahrungsmittel) zerfleddern, wird  der Einsatz von Wildkameras unter Einbeziehung der Datenschutzbeauftragten mit den Fachbehörden nach Auswertung der Planspiele aus den "Schubladen" geholt. Nur Geduld!

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