Barthle zu Laschet-Wahl: „Hätte mir mehr Mut gewünscht“

Parteien Der Gmünder CDU-Bundestagsabgeordnete könnte sich Merz als Minister vorstellen.

  • Norbert Barthle

Schwäbisch Gmünd. Armin Laschet, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, wird neuer Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Union. In einer Stichwahl bei einem digitalen Parteitag setzte er sich am Samstagvormittag mit 521 Stimmen gegen Friedrich Merz (466 Stimmen) durch.

Der Gmünder CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Barthle respektiert diese Entscheidung, auch wenn er selbst seine Stimme Friedrich Merz gegeben hätte. Merz vertrete die Ansicht, dass auch mal gestritten werden darf, dagegen sei Laschet eher ein Vermittler. Barthle vermutet, dass die Mehrheit der Delegierten eine Polarisierung der Partei gefürchtet habe. „Ich hätte mir mehr Mut gewünscht“, sagt der Gmünder, der seit 1998 im Bundestag sitzt und bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten wird. Mit Laschets Sieg seien auch die Chancen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder gestiegen, von der Union als Kanzlerkandidat aufgestellt zu werden.

Obwohl Friedrich Merz die Wahl verloren hat, kann Barthle sich vorstellen, dass der der Politik erhalten bleibt – zum Beispiel als Minister in der Bundesregierung. Die Partei habe nun die Aufgabe, sich möglichst rasch hinter Armin Laschet zu versammeln. .

© Gmünder Tagespost 16.01.2021 12:12
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Kommentare

Rolf Voigt

Nun ja, das zeigt offenbar den Stand der CDU in der Region. Offenbar gern auch mal die Rolle Rückwärts als "mutig" darstellen. Für die Bundestagswahl die gescheiterte Alt-EU-Abgeordnete recyceln als "Nachwuchs-Hoffnung" und bei Vorsitz und Konzepten auf den knallharten Kapitalmarkt-Lobbyisten Merz mit den Rezepten von vorgestern setzen. Das ist in der Summe schon sehr mutig.

Matthias Fuchs

Wie dreist und dumm der zum zweiten Mal unterlegene Merz ist sieht man daran, dass er sofort nach verlorener Wahl zum Parteivorsitzenden einen Posten in der Bundesregierung für sich reklamiert. Was hat dieser Mann für ein Demokratieverständnis, vom Anstand ganz zu schweigen? Allen ernstes will er seinen Parteigenossen Peter Altmaier aus dem Amt kicken um sich auf seinem Stuhl breit zu machen. Angela Merkel müsste ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie das auch nur ansatzweise in Erwägung ziehen würde. Völlig zu Recht hat sie diesem selbstherrlichen Fatzke eine Abfuhr erteilt.

Der Mann ist Mitte 60, hat sich in seinen vielen Aufsichtsratsposten, als Anwalt und nicht zuletzt als Politiker schon mehr als eine goldene Nase verdient. Kann er nicht einfach zu Hause bleiben und sich um seine Frau und Enkelkinder kümmern und uns mit seinem arroganten Getue ein für alle Mal verschonen und von der Bildfläche auf nimmer Wiedersehen verschwinden?

In my humble opinion

Nun, auch ich „Hätte mir mehr Mut gewünscht“ von der CDU bei ihrer Wahl des Parteivorsitzenden.


Armin Laschet => entschieden auf der Stelle taktieren
Friedrich Merz => vorwärts mit aller Kraft zurück in die Vergangenheit
Norbert Röttgen => sachter Aufbruch nach Irgendwo

Und in Kürze kommt "des Dramas zweiter Teil", die Kür des Kanzlerkandidaten ...

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