Guten Morgen

Hüfttief im Glück versunken

Ulrike Wilpert über so viel Glück, wie es kaum zu erfahren ist

Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen. Das wusste schon der gute alte Theodor Fontane. Und irgendwie ist es ja auch logisch. Wenn man glücklich ist, ist man glücklich. Punkt. Was soll da noch kommen, das einen Komparativ, also eine Steigerungsform des Adjektivs „glücklich“ zu „glücklicher“ rechtfertigen könnte? Nun ja. Es ist zwar unwahrscheinlich, mehr als glücklich sein zu können, aber selbst der „Duden“ gibt die zwei Stufen der Steigerung an mit „glücklicher“ und „am glücklichsten“. Und ja. Es ist was dran an dieser These des Dudens. Das weiß sie seit der jüngsten Schneewalze, die der Freizeit-Allgäuerin neulich über einen Meter der weißen Pracht beschert hat. Gewissermaßen als lang ersehntes Geburtstagsgeschenk (glücklich). Das noch getoppt wurde vom Geschenk ihres lieben Gatten – einem nigelnagelneuen Schlitten (glücklicher). Doch wie sich der Superlativ „am glücklichsten“ anfühlt, durfte sie im wahrsten Sinne nicht mehr er-fahren. Neuschnee hüfthoch. Da ging gar nix mehr. Nicht mal Schlittenfahren.

© Gmünder Tagespost 21.01.2021 00:08
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