Lesermeinung

Zum Thema Corona

Seit Herbst geht das jetzt so. Hier ein bisschen mehr, dort ein bisschen mehr und die Zahlen sinken doch nicht so, wie die Politik es gerne hätte und nun steht man mit allen Beschlüssen im Wettlauf mit den Mutationen. Große Teile der Bevölkerung machen alles klaglos mit, was entschieden wird, allerdings gibt es Bevölkerungsgruppen, besonders in den Städten, die glauben, sie können was sie wollen – kann man täglich nachlesen.

Das Versäumnis, spätestens im November, wirklich harte Entscheidungen zu treffen, verfolgt uns bis heute – und ich wage zu behaupten, das wird uns Ostern immer noch beschäftigen.

Im Sommer wäre Zeit gewesen, sich um Konzepte für Schulen, Alten- und Pflegeheime zu kümmern. Aber so richtig hat sich da niemand reingehängt. Man wollte sich wohl durchwursteln bis der allheilbringende Impfstoff für alle zur Verfügung steht. Und da wurden gravierende Fehler gemacht – in der EU und in Deutschland.

Wie wir nun sehen können, entwickelt sich da auch so langsam ein Desaster. Man muss kein Rechenkünstler sein, um zu erkennen, dass ein 68-jähriger mit normalen gesundheitlichen Beschwerden sich keine Hoffnungen machen muss, vor Ende des Sommers geimpft werden zu können. [...]

Fazit: Wir haben genau dort versagt, wo wir vorgeben besonders handeln zu wollen – bei den Alten, denn die finden wir überwiegend hinter den täglichen Todeszahlen. Ich denke mir mal, dass momentan der Wunsch, in ein Heim zu wechseln, bei vielen nicht sehr groß ist. Und nicht vergessen – die nächste Pandemie kommt schneller als man denkt. [...] Bleiben wir also möglichst alle gesund und verhalten uns vernünftig und verlieren dabei nicht die Zuversicht, auch wenn mir bei manchen politischen Statements doch Zweifel kommen.

© Gmünder Tagespost 21.01.2021 17:22
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Kommentare

In my humble opinion

Eric Untermann schrieb am 22.01.2021 um 11:05

Es war auch schon vor 30 und 40 Jahren so, dass Leserbriefe gekürzt wurden.
...
Falls die Redaktion die wichtigsten und originellsten Teile herausgeschnitten haben sollte, dann kann Herr Müller sie ja hier posten und ich glaube nicht, dass das hier auch zensiert wird.

Aus meiner Sicht ist der Begriff "Zensur" hier ziemlich fehl am Platz, wenn denn hier ( online ) "zensiert" wird, verrschwindet der Beitrag sang- und klanglos von der Seite. Die Kürzungen sind wohl eher eine ( historische und ) wirtschaftliche Frage, kurz gesagt, wie viel Platz kann ein Leserbrief als Meinungsäußerung auf der Papierseite einnehmen, wie viel Platz sind für Nachrichten aller Art und für Werbeanzeigen nötig?

Ich bemängele eher das Vorgehen, nämlich, dass ein Leserbrief nach Eingang zwar papiergerecht um Überlängen gekürzt, aber erst danach dann online veröffentlicht wird - das macht zwar keinen Online-Sinn, aber auch keine ( Mehr- )Arbeit ;-).

Eric Untermann

Christine Fuchs schrieb am 22.01.2021 um 09:23

Ach Herr Müller, das gekürzt und gestrichen wird, haben schon die Meisten von uns erlebt. Das ist seit einigen Jahren eine neue Presse und Meinungsfreiheit.  Nein wir haben keine Lügenpresse, sondern es wird eben nicht alles gebracht. Ich denke dass unsere Redakteure suf Anweisung handeln.

Das kann man so und so sehen. Niemand verpflichtet ein kommerzielles Unternehmen wie die Schwäpo, alles zu bringen, was unverlangt eingeschickt wird. Es war auch schon vor 30 und 40 Jahren so, dass Leserbriefe gekürzt wurden.

Im (abgedruckten Teil) des Leserbriefs von Herrn Müller kann ich im wesentlichen eine negative Rückschau lesen. Beschwerden darüber, was in der Vergangenheit falsch gemacht wurde, aber leider keinen positiven eigenen Beitrag, wie man es besser machen könnte. Es mag die Wahrheit sein, was er schreibt, da aber etliche andere dieselben Argumente auch schon gebracht haben, ist wenig neues dabei. Insofern war - zumindest für mich - der Leserbrief in der veröffentlichten Form lang genug. Falls die Redaktion die wichtigsten und originellsten teile herausgeschnitten haben sollte, dann kann Herr Müller sie ja hier posten und ich glaube nicht, dass das hier auch zensiert wird.

Christine Fuchs

Wilfried Mueller schrieb am 21.01.2021 um 19:45

Der Leserbrief wurde deutlich gekürzt und entschärft.

Ach Herr Müller, das gekürzt und gestrichen wird, haben schon die Meisten von uns erlebt. Das ist seit einigen Jahren eine neue Presse und Meinungsfreiheit.  Nein wir haben keine Lügenpresse, sondern es wird eben nicht alles gebracht. Ich denke dass unsere Redakteure suf Anweisung handeln.

Wilfried Mueller

Der Leserbrief wurde deutlich gekürzt und entschärft.

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