Hochwasser: Pegel auf der Ostalb halten sich im Rahmen

Tauwetter Hochwasser in Sicht: Regen, milde Temperaturen und Schneeschmelze lassen Pegelstände in Nord- und Ostwürttemberg steigen. Der Kocher in Wöllstein und die Rems in Schorndorf überschreiten den Meldewert in der Nacht.

  • Die Rems in Schwäbisch Gmünd am Donnerstagmittag. (Foto: mil)
  • Die Rems in Schwäbisch Gmünd am Donnerstagmittag. (Foto: mil)
  • Die Rems in Schwäbisch Gmünd am Donnerstagmittag. (Foto: mil)
  • Schwäne und Enten am Remsufer. (Foto: mil)
  • Die Rems in Hussenhofen am Donnerstagmittag. (Foto: mbu)
  • Die Rems in Hussenhofen am Donnerstagmittag. (Foto: mbu)
  • Die Rems am Freitagmorgen. Zum Glück noch kein Hochwasser in Sicht. Foto: mil
  • Die Rems am Freitagmorgen. Foto: mil
  • Die Rems am Freitagmorgen. Foto: mil
  • Die Rems am Freitagmorgen. Foto: mil
  • Bilder vom Weißen Kocher nach Schneeschmelze. Besonderheit: selbst die oberen Quellschüttungen, welche die vergangenen Jahre trocken waren, sprudeln heftig hervor. Der Quellbach wurde zum reißenden Gebirgsbach. Foto: Carl-Heinz Rieger
  • Bilder vom Weißen Kocher nach Schneeschmelze. Besonderheit: selbst die oberen Quellschüttungen, welche die vergangenen Jahre trocken waren, sprudeln heftig hervor. Der Quellbach wurde zum reißenden Gebirgsbach. Foto: Carl-Heinz Rieger
  • So sah es am Freitagnachmittag in Abtsgmünd aus. Foto: onw-images/Marius Bulling
  • So sah es am Freitagnachmittag in Schwäbisch Gmünd an der Rems aus. Foto: onw-images/Marius Bulling
  • Blick auf die Jagst in Jagstzell am Freitagnachmittag. Foto: onw-images/Simon Rupp

Aalen/Schwäbisch Gmünd. Wie die Hochwasservorhersagezentrale am Mittwoch in einem Lagebericht vermeldet, erwarten die Experten im Verlauf von Mittwoch auf Donnerstag und dann weiter bis Samstag einen deutlichen Temperaturanstieg in Verbindung mit ergiebigen Regenniederschlägen und starkem Tauwetter bis in die Hochlagen des Schwarzwaldes, der Schwäbischen Alb sowie in Oberschwaben und im Allgäu.

  • Laut Hochwasservorhersagezentrale entspannt sich die Lage am Samstag nochmals. In Schwäbisch Gmünd ist der Pegel der Rems weiter auf 83 Zentimeter gesunken. Am Wöllstein steht der Kocher bei 191 Zentimeter und die Jagst steht in Schwabsberg bei 150 Zentimetern. 
  • Am Freitagabend (Stand 19 Uhr) ist die Lage an den Flüssen im Ostalbkreis weiterhin undramatisch. In Schwäbisch Gmünd steht der Pegel der Rems bei 102 Zentimetern. Am Kocher in Wöllstein ging der Pegel auf 190 Zentimeter und bei Gaildorf auf 281 Zentimeter runter. Die Lein in Abtsgmünd steht laut Hochwasservorhersagezentrale bei 214 Zentimeter. Doch auch übers Wochenende werden weitere flächendecke Regenfälle erwartet, welche die Pegel weiter steigen lassen können. 
  • Am Freitagmorgen (Stand 6 Uhr) steht der Messwert an der Rems in Schwäbisch Gmünd bei 104 Zentimetern. Am Kocher in Wöllstein sowie am Kocher in Gaildorf hingegen liegt der Meldewert immer noch über dem Grenzwert. Aktuell liegt der Wasserstand in Gaildorf bei 304 Zentimetern und in Wöllstein bei 200 Zentimetern.
  • Am späten Donnerstagabend (Stand 22.30 Uhr) wurden die Meldewerte am Kocher in Wöllstein und an der Rems überschritten. An allen anderen Bächen und Flüssen sind die Meldewerte unter dem Grenzwert. Allerdings steigen die Pegel weiter an. Stand 22.00 Uhr wird für die Rems in Schwäbisch Gmünd ein Pegelstand von 127 cm gemeldet. Die Lein in Abtsgmünd steht laut Hochwasservorhersagezentrale bei 216 cm und der Kocher in Hüttlingen bei 111 cm - Tendenz steigend. Es ist weiterhin nicht ausgeschlossen, dass die Wasserstände bis zu einem zweijährigen Hochwasser ansteigen können.

Daher ist in kleineren und mittleren Flüssen in der Südhälfte des Landes, deren Einzugsgebiete von der Schneeschmelze und dem Tauwetter betroffen sind, mit raschen Wasserstandsanstiegen zu rechnen. Dort werden gemäß aktuellen Modellberechnungen an zahlreichen Pegeln Hochwasser im Bereich von 2- bis 10-jährlichen Ereignissen vorhergesagt, an einzelnen Pegeln auch darüber.

Die Koordinierungsstelle der DLRG in Baden-Württemberg beobachtet die Lage ebenfalls und ist wenn erforderlich mit Personal, Einsatzfahrzeugen und Rettungsmaterial einsatzfähig und bereit zu helfen. Das teilt die DLRG in einer Pressemeldung mit. „Die DLRG macht nicht nur Dienst am Beckenrand. Wir helfen auch im Katastrophenfall bei Überschwemmungen und haben dafür sehr gut ausgebildete und ausgerüstete Helferinnen und Helfer“ so Armin Flohr, Präsident des DLRG Landesverbandes Württemberg. „Wir sind bereit für den Hochwassereinsatz. Trotzdem sind die kommenden Tage nicht der richtige Zeitpunkt, um sich im Gefahrenbereich von Bächen und Flüssen aufzuhalten“ so Flohr weiter.

In der Hochwassermeldeordnung des Landes Baden-Württemberg sind für gewisse Wasserstandspegel sogenannte Meldewasserstände festgelegt, bei deren Überschreitung die zuständigen Behörden und Dienststellen informiert werden.

Die Schwäbische Post und Gmünder Tagepost hält die Pegelstände die Woche über im Blick. Bei neuen Entwicklungen informieren wir Sie fortlaufend. mbu

© Gmünder Tagespost 30.01.2021 15:30
11153 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy