Testkonzept für Kitas und Schulen

Corona-Strategie Bis Ostern sollen im Ostalbkreis Betreuungspersonal und Lehrkräfte zwei Mal wöchentlich einen Corona-Schnelltest bei Ärzten oder Apotheken durchführen lassen können.

  • Mit Schnelltests für Betreuungs- und Lehrpersonal soll sicher gestellt werden, dass die Schulen und Kitas am kommenden Montag geöffnet werden können. Archivfoto: Oliver Giers

Aalen

Mit Blick auf die bevorstehende schrittweise Kita- und Schulöffnung am 22. Februar hat das Land Baden-Württemberg angekündigt, seine Teststrategie für Betreuungspersonal und Lehrkräfte auszuweiten. Die Landesteststrategie sieht aktuell vor, dass die Testungen in den etablierten Strukturen der Kassenärztlichen Vereinigung, wie Haus- oder Facharztpraxen, Corona-Schwerpunktpraxen sowie in Apotheken, die die Durchführung von Antigenschnelltests anbieten, ausgeführt werden. Das teilte das Landratsamt Ostalbkreis am Mittwoch mit.

Wöchentliche Tests: Bis Ostern soll diese Personengruppe – Betreuungspersonal und Lehrkräfte – zweimal wöchentlich einen Corona-Schnelltest bei Ärzten oder Apotheken durchführen lassen können. „Unser Ziel ist klar: Bis zum Schul- bzw. Kitastart am kommenden Montag niederschwellige, flexible und dezentrale Strukturen zu schaffen, sodass die Tests vor Ort durchgeführt werden können“, erklärt Landrat Dr. Bläse.

Konzept entwickelt: Dafür wurde nach Mitteilung des Landrates „in enger Abstimmung mit den Kreisärzteschaften Schwäbisch Gmünd und Aalen sowie mit den Apothekern und den Städten und Gemeinden“ ein Konzept entwickelt. Der Ostalbkreis sei „in einer guten Position und kann gemeinsam mit den Kreisärzteschaften und den Pandemiebeauftragten auf funktionierende Strukturen in der Alten Musikschule Aalen und bei den Stadtwerken Schwäbisch Gmünd aufbauen“, heißt es aus dem Landratsamt weiter. Außerdem werden bereits Tests in den Praxen, insbesondere in den Corona-Schwerpunkt-Praxen im Ostalbkreis, durchgeführt. Auch einzelne Apotheken im Kreisgebiet hatten bereits in der Vergangenheit Tests angeboten.

Das Testangebot muss so niederschwellig und wohnortnah wie möglich sein.

Dr. Joachim Bläse
Landrat

Dezentrale Struktur: Diese zahlreichen einzelnen Akteure habe nun der Ostalbkreis gemeinsam mit den Städten und Gemeinden zu einer dezentralen Gesamtstruktur für Tests zusammengebunden. Die Kommunen seien daher nicht gezwungen eigene Testzentren einzurichten. Diese dezentrale Struktur werde in der Zukunft noch wichtiger, denn die Ankündigungen von Bundesgesundheitsminister Spahn zeigten, dass Deutschland noch mehr testen wolle.

Online-Plattform: Ergänzt werden soll das bestehende Angebot nun um eine Online-Plattform, über die das Betreuungspersonal sowie Lehrkräfte und später dann auch weitere Berufsgruppen oder Selbstzahler, wohnortnah und dezentral Corona-Tests buchen können. Dazu beabsichtigt der Landkreis eine Anmeldesoftware zur möglichst einfachen Anwendung. „Das Testangebot muss so niederschwellig und wohnortnah wie möglich sein. Kreisärzteschaft, Apotheken und Landkreis arbeiten hier Hand in Hand und ich möchte mich ausdrücklich bei den Apotheken und der Kreisärzteschaft bedanken. Wir werden die Lehrerinnen und Lehrer sowie das Betreuungspersonal rechtzeitig über Anmeldemodalitäten informieren. Im Moment sind wir in enger Abstimmung mit den Kreisärzteschaften und den Apotheken“, sagt Landrat Dr. Bläse.

Wer mitmacht: Neben den Hausärzten, die für ihre Patienten die Testung anbieten möchten, haben bereits 28 Arztpraxen und 20 Apotheken gegenüber dem Ostalbkreis ihre Bereitschaft signalisierte, bei der Testung mitzuwirken.

Und wer’s bezahlt: „Die Kosten werden vom Land bezahlt“, sagt auf Anfrage Katharina Oswald vom Landratsamt auf die Frage, wer die Testungen des Personals bezahlt.

Gesucht werden: Weitere interessierte Ärzte und Apotheker, die Tests durchführen wollen, können sich an
sabrina.mayr@ostalbkreis.de wenden. Bis die einheitliche Buchungssoftware startet, sollten sich Personen, die sich testen lassen möchten, vor allem an ihre Hausärzte oder die beteiligten Apotheken wenden.

© Gmünder Tagespost 17.02.2021 12:20
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