Lesermeinung

Zum Wahlkampfslogan der Grünen:

Die baden-württembergischen Grünen taten gut daran, ihre Wahlkampfplakate mit dem Slogan „Grün für Kretschmann“ zu versehen. So rücken sie bewusst ihr Zugpferd Winfried Kretschmann und weniger eine diffuse politische Message in den Fokus. Als Realpolitiker mit dem sicheren Instinkt für das politisch Machbare verkörpert er par excellence genau das, was vor etwas mehr als 2000 Jahren der Römer Cicero, Staatsmann und Staatstheoretiker in einer Person, postulierte, nämlich das staatsmännische Prinzip der moderatio und modestia, das heißt Augenmaß und Besonnenheit. Der Pragmatiker Kretschmann, der eine tragfähige Symbiose von Ökologie und Ökonomie auf sein Panier geschrieben hat, unterscheidet sich grundlegend vom rigiden Ökofundamentalismus und den schwärmerischen Phantastereien utopischer Weltverbesserer und verkappter linker Kathedersozialisten (...). Mit seinem integren Führungsstil und seinem reichen Fundus an staatsmännischen Ressourcen ist er mit seinem landesväterlichen Charisma, um nochmals Cicero zu bemühen, ein veritabler pater patriae.
Seine Kontrahentin, ihres Zeichens eine promovierte Germanistin des Oettinger- beziehungsweise Mappus-Clans, kann ihm jedenfalls in keiner Hinsicht das Wasser reichen.

© Gmünder Tagespost 22.02.2021 18:39
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Kommentare

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 27.02.2021 um 09:26

"Meinungs- und Pressefreiheit unterscheiden nicht nach Qualität; das darf nicht sein, weil sonst der, der über die Qualität urteilt, nach seinem Gusto den Schutz der Pressefreiheit gewähren und entziehen könnte. Pressefreiheit wäre dann kein Grundrecht, sondern ein Gnadenrecht, abhängig vom Geschmacksurteil.

Danke für Ihr "GNADENRECHT".

Mir ist klar, daß hier in den Kommentaren die große Welt- und Kommunalpolitik stattfindet. Die Meinung eines "einfachen" Bürgers (besonders die der weiblichen) ist unerwünscht und wird torpediert. Aber gerade diese ist wichtig ohne verbal zerfleischt zu werden und sollte gefragter denn je sein. Solange weibliche Ortsvorsteherinnen (gewählt) ihr Amt niederlegen, weil sie von einer männlichen Rudel-Lobby gemobbt werden macht dies klar, wie stark so ein Mob sein kann.

In den Nutzungsrichtlinien steht nichts darüber, welches abgeschlossene Studium für Kommentare notwendig ist. Solange 22-jährige Studenten für eine Position im Landtag kandidieren müssten Kommentare hier auch ohne Studiumabschluss (wie Sie ihn haben), möglich sein obwohl Sie dies anscheinend nicht akzeptieren können. Aber: HIER sind wir ja noch nicht in der GROSSEN Politik, oder?

Es gibt Menschen, die sich seit Jahrzehnten, alt wie sie sind, IHRE eigene Meinung gebildet haben, darauf beharren daß nur diese stimmt und dafür bei Andersdenkenden, verhaftet in diesem Hass, öffentlich jeglichen Anstand verlieren und über Leichen gehen. Wen gilt es zu vernichten und wen nicht? Veränderung. Unmöglich. Respekt? Unmöglich.

"Der Mensch muss sich sein eigenes Wesen schaffen. Indem er sich in die Welt wirft, in ihr leidet, in ihr kämpft, definiert er sich allmählich". Jean-Paul Sartre.

Das ist und bleibt unsere Freiheit. Ich werde deshalb Ihre Kommentare, Herr Kohler, wenn Sie mich wieder angreifen, nicht mehr kommentieren.

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 27.02.2021 um 09:26

"Hofmanns  Erzählungen" sind beendet, das Kapitel zu Ihrem Vergleich mit Sophie Scholl wurde leider zu früh gelöscht. Auch meine Abschiedsworte in "Denn sie wissen nicht, was sie tun - Wer?" fand keine Gnade bei Herrn Dambacher!

Hier zum Thema: Frau Hofmann hat sicher auch zum "Selbstzeugnis" des HerrKa gelesen:"Ob Dr. Scheidle oder meine Wenigkeit "als Großsprecher oder gar Schmarotzer"(Schmalger) einzustufen sind, ist eine Frage des geistigen Horizonts unseres Leserkreises: Sie gehören nicht dazu! Das gilt auch für Sie, Frau Hofmann, aber "Sie dürfen sich weiter der Gedanken der anderen bedienen, weil die eigenen sich sonst im Kreise drehen" (aus Herrn Zetts Betrachtungen/H.M.Enzensberger/Suhrkamp). Obwohl vielen Leser*Innnen bekannt, muss ich zum Abschied einen Lehrmeister zitieren:"Guter Journalismus geht daher über das Aufdecken hinaus. Er ist Moderator und Motor für Veränderungen, die die aufgedeckten Missstände abstellen. Das ist so wichtig wie das Aufdecken. Das ist Pressefreiheit".... weiter in https://www.sueddeutsche.de/leben/artikel-5-wasseradern-der-demokratie-1.4432089 Prantl  ")! Für die online-redaktion der wichtige Satz:

"Meinungs- und Pressefreiheit unterscheiden nicht nach Qualität; das darf nicht sein, weil sonst der, der über die Qualität urteilt, nach seinem Gusto den Schutz der Pressefreiheit gewähren und entziehen könnte. Pressefreiheit wäre dann kein Grundrecht, sondern ein Gnadenrecht, abhängig vom Geschmacksurteil.

Bitte Herr Kohler,

bleiben Sie doch bitte auch hier beim Thema. Es ging um Dr. Scheidle`s thread zu den Grünen und Herrn Kretschmann. Unterlassen Sie bitte auch hier weitere persönliche Beleidigungen mir gegenüber und unterlassen Sie Informationen zu meinem "geistigen Horizont". Bitte machen Sie sich nicht weiterhin lächerlich.

Informationen zu Ihrer Meinung zur Pressefreiheit sind hier auch am falschen Platz. Danke.

Frieder Kohler

Karin Hofmann schrieb am 24.02.2021 um 20:38

Hallo Herr Kohler,

wenn wir anderen, ernstzunehmenden Lesermeinungsschreiber alle unzähligen, bisher von Ihnen empfohlenen Bücher, die lt. Ihrer Meinung zu unserem Wissen um Politik, die Welt, die Zusammenhänge in christlichem, menschlichen und vielleicht Freud`schem Sinn erst lesen müssten um hier an Diskussionen teilzunehmen, würden wir alle lesend seit Jahren auf dem Sofa sitzen. Um endlich die Zusammenhänge der Welt, lt. Ihrer Ansicht, zu verstehen. 

Nicht vergessen, Herr Kohler: Wir sind nicht Ihre ehemaligen Schüler, wir sind erwachsene Diskussionspartner, die AUCH schon viel gelesen haben, es aber nicht empfehlen und uns nicht damit "präsentieren" müssen wie Sie es tun. 

"Hofmanns  Erzählungen" sind beendet, das Kapitel zu Ihrem Vergleich mit Sophie Scholl wurde leider zu früh gelöscht. Auch meine Abschiedsworte in "Denn sie wissen nicht, was sie tun - Wer?" fand keine Gnade bei Herrn Dambacher!

Hier zum Thema: Frau Hofmann hat sicher auch zum "Selbstzeugnis" des HerrKa gelesen:"Ob Dr. Scheidle oder meine Wenigkeit "als Großsprecher oder gar Schmarotzer"(Schmalger) einzustufen sind, ist eine Frage des geistigen Horizonts unseres Leserkreises: Sie gehören nicht dazu! Das gilt auch für Sie, Frau Hofmann, aber "Sie dürfen sich weiter der Gedanken der anderen bedienen, weil die eigenen sich sonst im Kreise drehen" (aus Herrn Zetts Betrachtungen/H.M.Enzensberger/Suhrkamp). Obwohl vielen Leser*Innnen bekannt, muss ich zum Abschied einen Lehrmeister zitieren:"Guter Journalismus geht daher über das Aufdecken hinaus. Er ist Moderator und Motor für Veränderungen, die die aufgedeckten Missstände abstellen. Das ist so wichtig wie das Aufdecken. Das ist Pressefreiheit".... weiter in https://www.sueddeutsche.de/leben/artikel-5-wasseradern-der-demokratie-1.4432089 Prantl  ")! Für die online-redaktion der wichtige Satz:

"Meinungs- und Pressefreiheit unterscheiden nicht nach Qualität; das darf nicht sein, weil sonst der, der über die Qualität urteilt, nach seinem Gusto den Schutz der Pressefreiheit gewähren und entziehen könnte. Pressefreiheit wäre dann kein Grundrecht, sondern ein Gnadenrecht, abhängig vom Geschmacksurteil.

Karin Hofmann

Sehr geehrter Herr Dr. Scheidle,

schau`n wir mal ob das "landesväterliche Charisma", was auch immer das sein soll, für Herrn Winfried Kretschmann für genug Wählerstimmen ausreicht.

Karin Hofmann

Frieder Kohler schrieb am 24.02.2021 um 14:50


... doch mein  Hinweis auf das Buch von Alex Hacke "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" war ohne Erfolg.

Deshalb lasse ich heute Erich Kästner sprechen:"Vergeßt in keinem Falle, auch dann nicht, wenn vieles mißlingt: Die Gescheiten werden nicht alle! (So unwahrscheinlich das klingt.)

Hallo Herr Kohler,

wenn wir anderen, ernstzunehmenden Lesermeinungsschreiber alle unzähligen, bisher von Ihnen empfohlenen Bücher, die lt. Ihrer Meinung zu unserem Wissen um Politik, die Welt, die Zusammenhänge in christlichem, menschlichen und vielleicht Freud`schem Sinn erst lesen müssten um hier an Diskussionen teilzunehmen, würden wir alle lesend seit Jahren auf dem Sofa sitzen. Um endlich die Zusammenhänge der Welt, lt. Ihrer Ansicht, zu verstehen. 

Nicht vergessen, Herr Kohler: Wir sind nicht Ihre ehemaligen Schüler, wir sind erwachsene Diskussionspartner, die AUCH schon viel gelesen haben, es aber nicht empfehlen und uns nicht damit "präsentieren" müssen wie Sie es tun. 

HerrKa

"als Großsprecher oder gar Schmarotzer"

Wo gelesen? Ich denke Sie leben in ihrer eigenen Welt. Da will ich nicht weiter stören.

Frieder Kohler

HerrKa schrieb am 24.02.2021 um 13:59

Da haben sich die richtigen zwei Schmalger gefunden.


Auf der Schwäbischen Eisenbahn: HerrKa läßt Dampf ab!

Lieber Herr Kohler, schrieb HerrKa am 24.03.2020 in www.schwaebische-post.de/ostalbkreis/corona-virus-348-corona-faelle-im-ostalbkreis/1873439 /, „die Redaktion kürzt lediglich ihr Endlospalaver auf ein erträgliches Maß ein.“ Bereits am 19.03.2020 lüftete der die Arbeitsweise der Redaktion bejahende HerrKa seine Maske und tut kund:" Auch bin ich froh, gottseidank nicht seit 2010 irgendwelche bestimmte Leserbeiträge zur Kenntnis genommen und schon gar nicht gelesen zu haben."

Ja,  Ihr  Selbstzeugnis stellen Sie, Herr Ka, den Leser*Innen offenherzig zur Verfügung, doch mein  Hinweis auf das Buch von Alex Hacke "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" war ohne Erfolg. Deshalb lasse ich heute Erich Kästner sprechen:"Vergeßt in keinem Falle, auch dann nicht, wenn vieles mißlingt: Die Gescheiten werden nicht alle! (So unwahrscheinlich das klingt.)

Ob  Dr. Scheidle oder meine Wenigkeit "als Großsprecher oder gar Schmarotzer" einzustufen sind, ist eine Frage des geistigen Horizonts unseres Leserkreises: Sie gehören nicht dazu!

Eric Untermann

Die Ausführungen von Herrn Scheidle kann man so sehen. Allerdings erklärt das mir überhaupt nicht, warum man Grün wählen sollte. Nur weil Herr Kretschmann ein "veritabler pater patriae" ist, muss ich deswegen "rigiden Ökofundamentalismus und .. schwärmerische Phantastereien utopischer Weltverbesserer und verkappter linker Kathedersozialisten" wählen? Von denen so "geniale" Vorschläge wie eine Ortsumgehung durchs FFH-Schutzgebiet oder eine Seilbahn kommen? Das hat nichts mit "Augenmaß und Besonnenheit" zu tun... Ebensowenig wie der derzeit diskutierte Verteilungsschlüssel für Impfstoff.

Generell vermisse ich bei den allermeisten Kandidaten und Parteien klare Sachaussagen. 

HerrKa

Da haben sich die richtigen zwei Schmalger gefunden.

Frieder Kohler

"Als Realpolitiker mit dem sicheren Instinkt für das politisch Machbare", zum Beispiel:

1. https://www.schwaebische-post.de/1581509/  Suchte  er als großer Versöhner zwischen "Herr und Leibeigenen. Rechthaber und Rechtlosen, Ausbeuter und Ausgebeuteten, Kriegsherr und Kanonenfutter, Erben und normalen Steuerzahlern" den ewigen Frieden durch ein Abendessen herbeizuführen? Ist er so weit weg von der sozialen Frage trotz der längst sicht- und spürbaren sozialen Verwerfungen? Hat er in seinem, ihn tragenden Glauben, wieder nur Paulus gelesen (alle Macht kommt von Gott...!)

2. http://www.schwaebische-post.de/ueberregional/suedwest/10417851/  über den Ehrentitel "Professor" für den ehemaligen Ministerpräsidenten, der  "nicht nur Politik gemacht , sondern auch über deren Grundlagen und Voraussetzungen nachgedacht hat" (so MP Kretschmann! )

3.:"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen!" Zur Erinnerung:

https://www.schwaebische-post.de/1559707/

"Blitzgesetz", leichtes Nachbeben - Sturmwarnung aufgehoben? NEIN, lesen Sie die Querverweise und erkennen die Gefährder der Demokratie vor 4 Jahren - und heute?

4. Umweltbilanz der Landesregierung Baden-Württemberg?

Auch kein nachgelieferter Impfstoff kann (und darf) die "Flecken" dieser Regierung im Coronanebel verhüllen, auch die Wähler*Innen müssen sich an Fakten orientieren und erkennen, dass die sog. Landesväter/Landesmütter im Sog eines "Feudalstaates" nicht mehr ins digitale Zeitalter passen!



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