Schmerzgrenze

Zu Einspar-Vorschlägen der Bundespolitiker:
Steuern, Abgaben, Miete und Lebenshaltungskosten belasten den Geldbeutel. Unser Sozialstaat benötigt aber noch mehr Geld. Modelle mit dem Ziel, den Arbeitenden mehr "Eigenverantwortung" zu übertragen, sind des Rätsels Lösung. "Selbst ist der Mann", so die Meinung der Politiker, um deren Zukunft wir uns keine Sorgen machen müssen. Täglich "frisch ans Werk" - Leistung zu erbringen unter immer stärker werdendem Druck und Stress", zu spüren, dass meine Arbeitskraft zu teuer und mein Arbeitsplatz gefährdet ist.
Was bleibt mir nach einem Monat harter Arbeit? Vielleicht 100 Euro zur freien Verfügung (für 4 Personen). Die möchte ich sparen - für eine Anschaffung oder einen kleinen Urlaub, damit mein Akku wieder auflädt. Kann ich alles vergessen, denn private Altersvorsorge und Krankenzusatzversicherung kosten ca. 75 Euro, bleiben mir also noch 25 Euro. Hoffentlich steigt die Miete nicht - sonst muss ich die Tageszeitung abbestellen!
Die Schmerzgrenze ist damit bereits überschritten, doch der Leidensdruck wird noch weiter steigen. Die von uns Arbeitnehmern gewählte Regierung hält ihr Versprechen nicht. Egal, denkt sich der Schröder, "gewählt ist gewählt", nach der Vertrauensfrage kann der Sozialabbau (Agenda 2010) schon weitergehen. Eine solche Perspektive kann ich nicht akzeptieren und werde den Protest gegen unsere Regierung unterstützen.
Liebe arbeitende Bevölkerung, der 1. Mai ist der "Tag der Arbeit", beteiligt Euch an Veranstaltungen für eine bessere Politik und zur Wahrung unserer Arbeitsbedingungen.
Jürgen Schmidt,
Heubach
© Gmünder Tagespost 30.04.2003 00:00
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