Straße stinkt mehr

Zu: Krematorium im Rohrwang vom 14. Mai:
Dass der Standort für den Bau und die Inbetriebnahme eines Krematoriums die Öffentlichkeit besonders interessiert, dürfte auf der Hand liegen. Sicherlich können beziehungsweise hätten Fragen aus dem Fragenkatalog von Frau Rupp von zuständigen Stellen bei der Stadtverwaltung bezüglich Krematorium hinreichend beantwortet werden können, zumal sich doch vor Erstellung der obigen Anlage der demokratisch gewählte Gemeinderat betreffs Standort, Umweltverträglichkeit und so weiter durch Vor-Ort-Besichtigungen und Informationen, zum Beispiel in Göppingen oder Eßlingen, sich ein genaueres Bild von einem Krematorium machen konnte, um nach bestem Wissen und Gewissen in obiger Frage entscheiden zu können.
Aus gegebenem Anlass habe ich im Rahmen eines Friedhofsbesuches in Eßlingen die Gelegenheit wahrgenommen, bei der dortigen Friedhofsverwaltung zu fragen, ob durch das Krematorium eventuell entstandene Umweltverschmutzung beziehungsweise Schadstoffemissionen Beschwerden von Anwohnern in unmittelbarer Nachbarschaft eingegangen sind - eine Reihe von Villen in Hanglage sind schon vor Jahrzehnten erbaut worden und derzeit sind mehrere Wohneinheiten (gehobener Klasse) im Entstehen - erhielt ich die Auskunft, dass man im Allgemeinen in Eßlingen mit dem auch von der ästhetischen Seite her imposanten "Krematorium-Bauwerk" auch derzeit zufrieden sei.
Die Bewohner in der Friedrichstraße und Rombacher Straße (in Aalen) haben durch Lärm- und Schadstoffausstoß bislang eine höhere Einbuße an Lebensqualität in Kauf nehmen müssen, als es für Bewohner im Umfeld eines Krematoriums der Fall ist.
Lorenz Ritter, Aalen
© Gmünder Tagespost 20.05.2003 00:00
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