Gewerkschaft stärken, Parteien vergessen"

Zum Artikel über eine "Verdi"-Aktion am Marktplatz in Aalen:
Verdi hat mit einer pfiffigen Idee das Tauziehen zwischen Jung und Alt um Arbeitsplätze, im Zusammenhang mit der Rente ab 67, auf den Punkt gebracht. Offenbar sind es inzwischen nur noch die Gewerkschaften, die politische, ökonomische und soziale Vernunft walten lassen.
Man erkennt, dass den politischen Parteien die Ideen aus den "Denkfabriken" der Konzernchefs zufliegen. Steuergeschenke für die Konzerne, eventuell ein "Zuckerle" für kleinere Betriebe oder Selbständige, und die "Gegenfinanzierung" durch die Belastung von Arbeitnehmern, Rentnern und Verbrauchern. Angeblich dauerhafte Schaffung von Arbeitsplätzen durch die Beschneidung von Arbeitnehmerrechten und Lohndumping.
Unterm Strich sollten alle davon profitieren, versprechen die Konzernchefs und Politiker.
Einziges Problem dabei: Es funktioniert nicht. Die Gewinne der Großunternehmen steigen astronomisch, die Masse der Bevölkerung verliert an realem Einkommen und die neuen Arbeitsplätze entstehen dann irgendwo in Osteuropa.
Als Konsequenz kann ich nur empfehlen: Die Arbeitnehmer müssen ihre Gewerkschaften stärken, denn nur deren Druck kann unsere "Volksvertreter" zum Umdenken zwingen. Nur die Arbeitnehmer selbst haben es in der Hand, für ihre Kinder und Enkel noch eine Zukunft zu erhalten.
Der organisierte Druck der Massen kann gewaltig sein. Wir sollten unsere Trägheit überwinden und die Arbeitnehmerorganisationen stärken. Die Parteien können wir getrost vergessen.Ingo Bild, Aalen
© Gmünder Tagespost 21.02.2007 00:00
561 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.