„Also doch Wildwest in Unterkochen!“

Zum erschossenen Hund „Dina“:
Es gibt aus guten Gründen nicht überall Leinenzwang für Hunde. Auch sie benötigen etwas Freiraum zum Spielen und Toben. Ihre Besitzer wissen in der Regel sehr gut, wie weit sie dabei gehen können.
Übrigens kann von einem Jäger erwartet werden, dass er einen kurzbeinigen braven Labrador von einem Pitbull unterscheiden kann. Labradorhunde werden wegen ihrer Gutmütigkeit als Such- und Blindenhunde sehr geschätzt. Speziell, wenn in der Nähe schon die Besitzer nach dem Hund rufen, ist, auch wenn der Hund sich nicht beim ersten Ruf bei Fuß befindet, ganz sicher kein Verteidigungsfall angesagt.
Es bedarf schon gezielter Bösartigkeit, um so einen harmlosen Hund in unmittelbarer Nähe des Besitzers zu erschießen. Ich möchte den Jäger hören, wenn man das mit seinem Jagdhund tun würde. Vor einem Jagdhund haben sicher auch viele Mitbürger Angst.
Man sollte hier etwas Besonnenheit walten lassen und die Tat als das sehen, was sie ist: Eine bewußte Bosheit eines Menschen, der sich auf diese Weise wichtig machen muss. Muss man fragen, ob es wirklich normal und erlaubt ist, am hellichten Nachmittag in einem Gebiet, in dem Spaziergänger unterwegs sind, mit dem Gewehr herumzuballern?Müssen wir als Spaziergänger rund um Aalen jetzt mit solchen Sitten rechnen? Wer garantiert denn, dass so ein schießwütiger Zeitgenosse immer richtig zielt? Charlotte Helzle, Aalen
© Gmünder Tagespost 15.08.2007 00:00
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