„Ein Stein(zeit)kohlekraftwerk“

Zur Absicht der Stadtwerke Aalen, sich am geplanten Steinkohlekraftwerk Brunsbüttel zu beteiligen:
Die Stadt Aalen schreibt auf ihrer Homepage: „ ... Daneben ist die Stadt Aalen dem Klimabündnis beigetreten und versucht dessen Ziele durch lokale Maßnahmen umzusetzen ...“
Wie kann dann die gleiche Stadt sich an einem vorsintflutlichen Stein(zeit)kohlekraftwerk beteiligen? Neben dem höchsten Kohlendioxidausstoß aller Kraftwerke mit fossilen Energieträgern, beträgt der Wirkungsgrad weniger als 48 Prozent! Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung dagegen haben einen Wirkungsgrad von etwa 90 Prozent. CO2 ist mitverantwortlich für den Klimawandel, dessen Auswirkungen wir alle gerade erleben. Zudem wird durch Verteuerung von Verschmutzungsrechten (Emissionszertifikate) an den Emissionsbörsen der Strompreis aus Kohlekraftwerken steigen und so ist eine seriöse Wirtschaftlichkeitsberechnung heute gar nicht machbar. Die Stadt Aalen sollte auf regenerative Energien und Kraftwärmekopplung setzen. Dies ist in der Region möglich und würde gleichzeitig die heimische Wirtschaft stärken. Hoffentlich ist das auch unseren Vertretern im Gemeinderat bewusst, die über diese Entscheidung abstimmen werden.
Katrin Faßmeyer, Aalen
© Gmünder Tagespost 17.07.2008 03:19
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