Der bessere Weg?

Zum Weleda-Bau:Ein paar grundsätzliche Überlegungen zur Kontroverse zwischen Max Fuchs, Sprecher der SPD-Rathausfraktion, und Günther Fusseder aus Wustenriet: Wichtig ist ein demokratisches Prinzip, dass bei wichtigen Fragen die andere Seite Gehör finden sollte. Die Einstimmigkeit eines Ratsbeschlusses – etliche mit erheblichen Bauchschmerzen – als Hauptargument anzuführen, hält dem obigen Grundsatz nicht stand. Es muss bei wichtigen Dingen das Für und Wider ausdiskutiert werden, und zwar mit Einbeziehung der gesamten Bevölkerung.
Das Instrument für diesen Fall ist sozusagen die „Vierte Gewalt“, das heißt die lokale Presse, wo sich alle artikulieren können. Das Ergebnis sollte offen bleiben, denn es können ganz überraschend neue Aspekte zu Tage treten. Wer will nun einer Firma Weleda schaden oder gar wegschicken? Kein Mensch in ganz Gmünd und Umgebung. Im Gegenteil! Aber man sollte in der Debatte auch aufzeigen dürfen, wo bestimmte Grenzen gesetzt werden müssen. Das ist demokratischer Stil und kein „Aufbau von Feindbildern mit Schaum vor dem Mund“. Übrigens erkennt der Leser im neuesten Beitrag des Herrn Fuchs „Weleda-Bau: Breite Zustimmung“ eine moderatere Tonart. Bitte weiter so! Wer nämlich zu arg poltert, hat meistens Unrecht.
Josef Luigart, Schwäbisch Gmünd
© Gmünder Tagespost 12.09.2008 03:16
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