Leistung sollte im Vordergrund sein

Förderpreis der Oberkochener CDU:
Als Mitinitiator des Oberkochener Förderpreises im Ehrenamt kann man die Aussage des SPD-Vorsitzenden Burger, der Förderpreis sei eine Nachahmung des Sozial- und Kulturpreises der SPD, nur mit Kopfschütteln quittieren.
Die Grundarchitektur des Förderpreises vereinigt die tragenden Säulen der Überparteilichkeit und Anerkennung für außerordentliches, bürgerliches Engagement. Wer die Diskreditierung eines derartigen Ehrenamtspreises durch entsprechende Aussagen möglicherweise in Kauf nimmt, läuft Gefahr, die Leistungen der Geehrten zu übergehen. Nicht der Preis an sich, um seiner selbst Willen, sollte im Vordergrund stehen, sondern die Leistungen der zu Ehrenden.
Mit der Änderung der Vergabepraxis beim Sozial- und Kulturpreis der SPD drängt sich jedoch der Verdacht auf, dass es den Verantwortlichen der Oberkochener SPD vordergründig um den Wahlkampf gehen könnte. Dies würde den Sozial- und Kulturpreis unglaubwürdig machen. Bürgerliches Engagement darf nie zu parteipolitischen Zwecken instrumentalisiert werden. Sozial ist nicht, was dem Eigennutz dient, sondern das Miteinander fördert. Gerd Haupt, Aalen
© Gmünder Tagespost 10.02.2009 03:05
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