„Vorwürfe an Israel sind heuchlerisch“

Zu: „Mutwillig ermordet und zerstört“ (Amnesty geht mit der israelischen Kriegsführung in Gaza hart ins Gericht):
Ich hatte im Radio schon vorher von den Äußerungen von Amnesty International gehört, worüber ich empört war. Umso mehr tat es mit leid, dass sie in ihrer Freitagsausgabe den oben genannten Artikel von Martin Gehlen veröffentlichten. Wenn in diesem Artikel von „Erkentnissen“ von Amnesty die Rede ist, dann scheint mir das übertrieben. Ich vermute, dass die Aussagen von Amnesty das Ergebnis antiisraelischer palästinensischer Propaganda ist. In dem Artikel ist die Rede davon, dass die israelische Armee „Hamas Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht“ habe, und dass sie „ohne militärische Not Schulen und Fabriken verwüstet“ habe.
Den Begriff „menschliche Schutzschilde“ kenne ich erst, seit die Hamas und andere Terrorgruppen im Gazastreifen genauso wie die Hisbollah im Libanon von den Wohngebieten der Zivilbevölkerung aus operieren. Wer sich ausführlich über diesen Gazakrieg informiert hat, weiß, dass sich die israelische Armee alle erdenkliche Mühe gab, um Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden. Sie hat durch viele Flugblätter die Palästinenser vor ihren geplanten Bombardements gewarnt. Und außerdem wurden eine halbe Million Telefonanrufe getätigt, um die Zivilbevölkerung vor den israelischen Angriffen zu warnen und sie zu bitten, sich von den militärischen Stützpunkten der Hamas zu entfernen.
Man kann ohne Übertreibung sagen, dass keine Armee der Welt je so viel getan hat wie die israelische Armee, um im Kampf gegen eine Miliz, die sich hinter der Zivilbevölkerung versteckt, die Zivilisten zu schützen. Unter diesen Umständen ist es Heuchelei, Israels Armee Kriegsverbrechen vorzuwerfen.
Es ist eine Schande für Amnesty International, einen derartig einseitigen „Bericht“ über das Verhalten der israelischen Armee zu veröffentlichen. Damit wird nur die weit verbreitete antiisraelische Einstellung der Menschen gefördert. Die Wahrheit aber wird verschwiegen. Karl Krauter, Aalen
© Gmünder Tagespost 10.07.2009 03:06
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