Die Bahn übt sich in Kundenfeindlichkeit

Zum GT/Schwäpo-Artikel vom Samstag, 22. August, mit dem Titel „Der Zug fährt vor der Nase ab“:
Den guten Eindruck, den die Bahn bei der Organisation des Schienenersatzverkehrs in Bauphase eins zwischen Aalen und Gmünd hinterlassen hat, wurde in Phase zwei zwischen Gmünd und Schorndorf komplett zunichte gemacht.
Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens während der Ferienzeit können die Direktbusse die geplanten Fahrzeiten deutlich unterschreiten. Dies führt dazu, dass die Busse bei der Rückfahrt aus Schorndorf einen in Gmünd bereitstehenden Zug nach Aalen erreichen können, der im Ersatzfahrplan als Anschluss für den Vorgängerbus bestimmt war.
Eine erfreuliche Konstellation, bei der die Fahrzeitverlängerung etwas abgemildert werden kann - sollte man meinen. Doch weit gefehlt! Ein Zugbegleiter und eine Mitfahrerin, die mit einem Busfahrer gesprochen hat, haben mir vergangene Woche bestätigt, dass die Busfahrer die schriftliche Anweisung erhalten haben, die Fahrt nach Gmünd so zu verzögern, dass die Fahrgäste den für sie im Fahrplan bestimmten Zug erreichen und nicht den möglichen früheren. Die Einhaltung der falsch geplanten Anschlusszeiten ist der Bahn offensichtlich wichtiger als die Zufriedenheit ihrer Kunden. Das ist Bürokratismus in Reinform.
Ich fordere die Deutsche Bundesbahn auf, diese kundenfeindliche Anweisung an die Busfahrer schnellstens zurückzunehmen. Klaus Berreth, Mögglingen
© Gmünder Tagespost 26.08.2009 03:05
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