Ökologie ist global

Zur Fernwärmeversorgung in Bettringen Nordwest:„Der Initiative um Christoph Mayer sei Dank, dass nun mit den Stadtwerken ein vernünftiger Vorschlag zur Sanierung des bestehenden Heizwerkes in Bettringen Nordwest am bisherigen Standort vorgeschlagen wird. Die Heizkosten für die Bewohner bleiben berechenbarer. Trotz eingehender Beratungen und Prüfungen haben nun die Öko-Sprecher im Gemeinderat eine nochmalige Überprüfung hinsichtlich Hackschnitzel (HHS) statt Gas gefordert.
Hierzu folgende Tatsachen: HHS produzieren beim Verbrennen das Doppelte an CO² als Gas. Zum Beispiel Gas: 100 Tonnen – HHS: 200 Tonnen CO². Hinzu kommen bei HHS Feinstaub, Ruß, Geruchsbelästigung, Lkw-Transporte. Die CO²-Neutralität beim Verbrennen von Holz durch nachwachsende Rohstoffe ist nur theoretisch richtig. Ist es nicht sinnvoller, unsere Bäume und Wälder zu schonen für eine bessere weltweite CO²-Bilanz entgegen einem Abholzanreiz für Holzverbrennungsgroßanlagen? Weltweit wird beklagt, dass zu viele Wälder und Bäume gerodet werden (Indonesien und Brasilien etc., oder Italien wurde bereits weitgehend abgeholzt, weitere Wüsten entstehen).
Ist es nicht ausreichend, Abfall- und Restholz zu verheizen? In der Holzindustrie bestehen Engpässe für Nutzholz! Wie entwickelt sich bei steigender Holznachfrage der HHS-Preis und Pelletpreis? Bereits sind Gesetze vorbereitet für den Einbau von Filtern etc. in Holzbrennstofföfen. Fazit: Ausgewogener und sinnvoller Energie-Mix für eine globale, weltweite Ökologie.“
Gerhard Rieg, Architekt
Schwäbisch Gmünd
© Gmünder Tagespost 20.10.2009 03:06
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