„Wir sollten die Kirche im Dorf lassen“

Zu „An diesem Kreuz klebt Blut“ – „Kreuz-Urteil“ des EGH – Antwort auf den Brief von Erich Dambacher vom 17. November:
Ich stimme Ihnen in Ihrer Einschätzung zu, dass im Zeichen des Kreuzes viel Unheil verursacht worden ist. Allerdings von Menschen, die in ihrem Machtstreben den Sinn des Kreuzes Jesu Christi völlig verkannt haben.
Nun lässt sich tatsächlich darüber streiten, wie sinnvoll Kreuze in öffentlichen Gebäuden sind. Deutschland ist ein säkularer Staat und garantiert Religionsfreiheit. Und trotzdem hat die Bundesrepublik Deutschland in ihrer Geschichte eine christliche Tradition.
Wohin eine Gesellschaft kommt, die Gott aus ihrem Denken verbannt, ist in unserer jüngeren dunklen Geschichte gut abzulesen. Nach dem Krieg hatten die verantwortlichen Politiker Mut und Herz, unseren Staat auch in der Verantwortung vor Gott gestalten zu wollen.
Ein modernes Europa braucht Gott angeblich nicht mehr. Insofern ist das EGH-Urteil konsequent. Was dies für die Menschen dieser Länder bedeutet, wird die Zukunft zeigen. Im Gegensatz zu vielen menschlichen Machthabern respektiert es Gott, wenn er abgelehnt wird. Wahre Liebe ist frei von Zwang.
Meiner Meinung nach sollten wir in dieser Frage „die Kirche im Dorf lassen“ und die Kreuze in den Klassen- und Krankenzimmern.
Sie schaden niemandem, aber für viele sind sie ein Hoffnungszeichen dafür, dass Gott diese Welt noch nicht aufgegeben hat.
Heinz Klotzbücher,
Adelmannsfelden
© Gmünder Tagespost 03.12.2009 03:05
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