Wider die katholische Verstocktheit

Fasnacht 2011 – Gedankensplitter einer kleinen kirchlichen Angestellten wider die katholische Verstocktheit!
Es ist nicht immer leicht zu sehn,
wie Wege auseinander gehn.
Wie Gedanken sich so schleichend trennen
und langsam auseinander rennen.
So wird’s in unsrer Kirch passieren,
da brauchen wir nicht lamentieren.
2000 Jahre waren lange –
der Aufbruch, der ist längst im Gange.
Und er ist auch nicht aufzuhalten,
auch wenn wir hängen an dem Alten.
Ham wir die Spitz noch nicht erklom-
men,
wo sonntags 9 Prozent noch kommen?
Die Kirchen immer leerer werden
und Hirten brauchen doch die Herden!
Ist es wirklich anzustreben,
ein längst überholtes Gemeindeleben?
Sollte mans nicht ehrlich sagen
und gänzlich neue Schritte wagen?
Hat unser Herr es nicht gezeigt,
wie man Andern die Hände reicht?
Wie der Mut zu neuem Glaubensstile
gefesselt hat der Menschen viele?
Ich liebe meine Kirche sehr,
doch liebe ich es noch viel mehr,
mal neue Schritte so zu wagen
und nicht nur über Altes klagen.
Ideen gibt es noch und nöcher,
da siedet manches in dem Köcher!
Versuche auch mal zuzulassen
und nicht gleich alles nur zu
„tschassen“,
was nach „neu“ und „offen“ riecht und
nicht im tiefen Keller kriecht.
Dem Kirchenmuff von alten Tagen,
dem gehen wir heut an den Kragen
und fordern heute frisch im Chor:
„Wir woll’n ‘ne Kirche mit Humor!
Mit Witz- und trotzdem Tiefgang le-
ben,
das könnte doch was Tolles geben!“
Schlagg hoi!
Ulrike Balle-Grünbaum,
Oberkochen
© Gmünder Tagespost 06.03.2011 19:17
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