Dienstleister?

Thema: Wartezeit beim Arzt:
Termin bei einem Facharzt in Aalen, mit der Bitte, keine längeren Wartezeiten zu haben. Man verabredete einen Termin in zehn Tagen morgens um 8 Uhr. Hier sei ich der erste und müsste nicht warten. Wartezeit bis zum ersten Kontakt mit dem Arzt jedoch über 40 Minuten.
Nach drei Wochen immer noch Schmerzen. Erneute Terminabsprache, mit der Bitte, keine langen Wartezeiten, egal wann ich kommen soll. Diesmal 9 Uhr. Ich sei diesmal der erste Patient. (Geschäftlicher Termin auf 10 Uhr gelegt) Eintreffen in der Praxis um 8.55 Uhr. Erster Kontakt mit dem Arzt um kurz vor 9.40 Uhr.
Bei dem darauf folgenden Gespräch (sehr angespannt) fragte ich, warum die Wartezeit zum wiederholten Male so lange war. Er fragte mich, ob ich damit ein Problem hätte. Schließlich wollte ich was von ihm. Dass ich vielleicht auch geschäftliche Termine wahrnehmen müsse, interessierte ihn nicht. Er schlug mir vor, einen anderen Arzt aufzusuchen. Seine angefangene Arbeit könne dann ein anderer zuende bringen.
Diesen Vorgang schilderte ich dann bei meiner Krankenkasse. Diese erklärte mir, dass dies immer wieder vorkommt. Machen können Sie leider nichts. Auf meine Frage hin, ob es nachprüfbar ist, ob der Arzt für dieses Gespräch auch noch etwas abrechnet, erklärte man mir, dass dies nicht möglich ist. Ich verstehe jedoch nicht, dass diese Institution, die das Geld im vollen Vertrauen vom kleinen Beitragszahler bekommt, nicht nachprüfen kann, für was und wieviel abgerechnet wird.
Da ich auch in einem Dienstleistungsbetrieb tätig bin und weiß, was bezahlende Kunden heute erwarten können und dürfen, habe ich für solche überhebliche Aussprüche keinerlei Verständnis. Immerhin sollte man als Arzt gelernt haben, Vertrauen bei dem Patienten aufzubauen und versuchen, im zu helfen.
Joachim Blum, Aalen
© Gmünder Tagespost 05.11.2003 00:00
763 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.