Filterspende

„Dass man eine Spendenaktion für den Tunnelfilter veranstaltet, hatte ich selbst schon vor Monaten in einem Leserbrief vorgeschlagen, und eine Unterschriftensammlung ist auch nicht ohne. Auf jeden Fall sollten wir hier in Gmünd, so Gott will der Filter jemals eingebaut wird, für alle sichtbar am Rathaus und am Abluft-Kamin des Tunnels eine Gedenktafel anbringen lassen um der Welt mitzuteilen, dass Geldspenden der Bevölkerung notwendig waren, um einen Filter einzubauen und Unterschriftensammlungen nötig waren. Dies wäre doch schon ein Armutszeugnis über eine überaus traurige Notwendigkeit, wofür man sich eigentlich schämen muss. Dass der Filter nach Inbetriebnahme irgendwann eingebaut werden soll, wie Verkehrsminister Hermann meinte, was träumt der Mann nachts, wenn er schon so schlimme Tagträume hat? Nie und nimmer würde dieser Fall eintreten. Wenn der Tunnel mal in Betrieb ist, dann ist es vorbei, und deshalb gehört der Tunnel erst für den Verkehr freigegeben, wenn der Filter eingebaut ist, vorher nicht. Dies wäre fast wie wenn man ein Auto kauft und irgendwann bekommt man den Motor dazu.
Eigentlich braucht sich in Gmünd kein Politiker mehr sehen lassen, ohne die Zusage für unseren Tunnelfilter in der Tasche. Es könnte ja anstatt Tunnel und Freibad der Abluft-Kamin Bud Spencer im Namen tragen oder den unseres Verkehrsministers, welcher dann für etwas noch gut wäre. Hätten nicht so viele Politiker eine Studie zum Filter machen lassen müssen um zu zeigen: Hier, wir tun doch was…, – dann wäre schon eine fette Anzahlung zum Filter vorhanden. Die einzige nötige Studie wäre dann noch, bis wann Weleda geht. Aber wenn diese Regierungsmenschen nicht anderes an Ideen haben, ist es schon sehr im Argen mit unseren obersten Damen und Herren. Bei Autos setzt man alles drauf, möglichst wenig zur Umweltverschmutzung beizutragen, mit Filter und was sonst noch alles, und hier juckt’s keine Sau.“
R. Jäger, Schwäbisch Gmünd
© Gmünder Tagespost 11.08.2011 18:33
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