„Zweiradfalle“ ein Einzelfall?

Zum Bericht über den Radunfall am Schirenhof in der GT vom 6. September:„Zunächst meinen Dank an die Stadtverwaltung, dass die „Zweiradfalle“ am Schirenhof nach zwei schweren Radunfällen sofort beseitigt wurde. Aber die Frage muss gestellt werden, warum es erst zu Unfällen im Radverkehr kommen muss, ehe man solche Gefahrenstellen beseitigt. Dabei erschreckt mich als Alltagsradler und Radreisender die Aussage des Stadtsprechers, dass „der Zustand des Bodenbelags und der Kanaldeckel akzeptabel war, schließlich sei es keine Fahrstraße“. Es ist festzustellen, dass der Verbindungsweg zwischen Straßdorf und der Weststadt der kürzeste Hauptradweg und Hauptfußweg zwischen diesen Teilen der Stadt ist. So ist er auch in den gemeinsam von Stadt Schwäbisch Gmünd und Agenda-Arbeitskreis Mobilität und Verkehr 2005 und 2007 erschienen Plänen „Mit dem Rad in Gmünd mobil“ und „Gmünd zu Fuß“ eingezeichnet. Da wäre es eigentlich notwendig, die gleiche Sorgfalt zur Unterhaltung und zum Schutz vor Gefahrenstellen an solchen Wegen walten zu lassen wie an Straßen, die für den Auto- und Motorradverkehr zugelassen sind. Es wird Zeit für ein Umdenken zugunsten des Rad- und Fußgängerverkehrs, auch in Schwäbisch Gmünd. Dieser darf nicht mehr nachrangig, sondern muss gleichwertig zum anderen Verkehr gesehen werden. Sollten die dazu notwendigen Haushaltsmittel nicht zur Verfügung stehen, wäre es höchste Zeit, dies zu ändern. Als erstes wäre es notwendig, die vorhandenen Rad- und Fußwege kritisch auf ihre Verkehrssicherheit zu prüfen, damit sich solche schweren Unfälle wie am Schirenhof nicht wiederholen.“
Erich Wenzel,
Schwäbisch Gmünd
© Gmünder Tagespost 07.09.2011 20:16
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