St. Nimmerlein ist weit . . .

Zum Zustand der Landesstraße Mögglingen – Heuchlingen:St. Nimmerlein ist weit … . – nicht so beim Ausbau der L 1158 zwischen Mögglingen und Heuchlingen. Dank immenser Anstrengungen unserer Landtagsvertreter kann man endlich deutliche Fortschritte erkennen. Klaus Maier erreicht beim Verkehrsminister, dass eine Ausführungsplanung erarbeitet und die Ausschreibung dieser Baumaßnahme vorbereitet werden soll.
Eine Maßnahme, welche nach früheren Versprechungen unserer Politiker eigentlich schon längst abgeschlossen sein müsste. Dr. Stefan Scheffold fordert von der Nachfolgeregierung wenige Monate nach dem Regierungswechsel eine Leistung, welche er und seine Parteifreunde jahrzentelang nicht erbringen wollten oder konnten. Der Ausbau hatte sich ja angeblich deswegen verzögert, weil ein Planer festgestellt hat, dass ein LKW-Begegnungsverkehr bei jeweils 80 km/h nur bedingt möglich ist.
Hoffentlich kommt nun keiner dahinter, dass das eigentliche Nadelöhr gar nicht auf der freien Strecke liegt, sondern an der Bahnüberführung in Mögglingen. Hier kommt es ja des Öfteren zu Rangierverkehr wenn sich nur PKW und PKW mit Anhänger begegnen. Ganz zu schweigen, wenn sich gar LKW oder Busse an dieser Engstelle in die Quere kommen.
Bitte diese Feststellung in Stuttgart nicht dafür nutzen, die gesamte Ausbaumasse noch einmal auf Eis zu legen. Noch zwei oder drei Winter hält diese Straße nämlich nimmer aus, irgendwann holt sich die Natur diesen Streifen Land zurück und begrünt sich selber.
Der im baubefindlichen Mögglinger Westtangente würde dann ein wichtiger Zubringer fehlen und deren Kritiker bekämen Nahrung bei ihrer Frage, ob dieser Ausbau sinnvoll ist.
Wenigstens spart man sich an der L 1158 den sonst üblichen, kostenträchtigen Schilderwald „Straßenschäden“ – inzwischen weist jedes halbwegs aktuelle Navigationssystem diese Strecke als unpassierbar aus. Nur die Autokonzerne freuen sich über eine kostenfreie Teststrecke für ihre Erlkönige auf dem Gebiet Geländewagen.
Wir Heuchlinger benutzen diese Straße ja nur noch bedingt, wir kommen auch über den Brackwang Richtung Süd/Südwest Richtung B29. Als Alternative könnte ja auch die Gemeindeverbindungsstrasse Heuchlingen – Schönhardt mehrspurig ausgebaut werden. Mit einem Kreisel als Ausfahrt zu den Mäderhöfen und am Besten auch gleich zur Kläranlage Horn.
Der Zustand und die miserablen Ausbesserungsarbeiten an der Straße zwischen Heuchlingen und Leinzell im Abschnitt zwischen den beiden Horner Auffahrten lassen erahnen, dass diese multikommunale Anlage in Bälde auch nicht mehr angefahren werden kann.
Wenn man dann noch die Weiterführung der L 1158 von Heuchlingen nach Schechingen anschaut, dann müsste man dringend einen „Solidaritätszuschlag Ostalbkreis/Heuchlingen“ einfordern.
Spass beiseite: Liebe Politiker und Verantwortliche tut endlich was!! Erfüllt ganz schlicht und einfach eure Aufgaben und Pflichten!! Her mann Hermann, her mit den Baumaschinen!! Aber bitte nicht die nächste Besichtungstour im Komfortreisebus starten, diese Strasse ist am A….. und jede dieser unzähligen Touren belastet sie noch mehr und unnötig.
Unsere Kfz-Steuern kassiert ihr ja auch. Bernd Butscher, Heuchlingen
© Gmünder Tagespost 30.09.2011 21:31
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