Naturschützer führen sich ad absurdum

Zu den Themen „Stuttgart 21“ und „Windkraftanlagen“:
108 Bäume werden im Stuttgarter Schloßpark gefällt. So berichtet diese Zeitung am 16. Februar auf Seite 1 und gleich nochmals auf Seite 3. Und weil ihr Bäume offenbar so am Herzen liegen, wurden wir Leser bereits am 14. Februar vorgewarnt: „ Die Zeit der Bäume läuft ab“. Schön, dass sich diese Zeitung so mit unserem „Bruder Baum“ solidarisiert. Nur ist es wohl für eine ausgewogene Berichterstattung selbstverständlich, dass über das Ausmaß einer weitaus größeren Bedrohung unseres „Bruders“ ebenfalls so oft und so akribisch berichtet wird. Deshalb werden wir wohl nun über Jahre Horrorberichte zu verkraften haben, nicht über Baumfällarbeiten, nein, gleich über ganze Rodungen in unseren Wäldern, neue Schneisen, asphaltierte Zuwege für Schwerlaster, Betonklötze, Umspannanlagen, usw. Ganze Bereiche unserer Wälder werden durch diese Windkraftanlagen als Ökosystem entwertet und damit für uns Besucher auch. Die Tiere verlieren ihren Lebensraum. Die selbsternannten „Naturschützer“, egal welche Gruppierung oder Partei, führen sich sich selbst ad absurdum.
Siegfried H. Kruppa, Ellwangen
© Gmünder Tagespost 16.02.2012 20:08
2131 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.