Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Schwabsberg muss Bamberg erneut Tribut zollen

Ein volles Haus bescherte das Spitzenspiel der 1. Kegler-Bundesliga den Gastgebern vom SKC Victoria Bamberg. Der Spielverlauf zeigte, dass Schwabsberg seine Hausaufgaben gemacht hatte und mit der richtigen Taktik ins Spiel gegangen ist. Vergeblich hoffte man allerdings auf einen Ausrutscher der Hausherren, der den Gästen von der Ostalb ein Unentschieden beschert hätte.
Dank drei herausragenden Einzelleistungen durch Manuel Weiß (625 Kegel), Miroslav Jelinek (627 Kegel) und Nicolae Lupu (634 Kegel) sicherte sich der Vizemeister und Pokalsieger des Vorjahres in souveräner Manier drei wichtige Mannschaftspunkte und durch die deutlich höhere Kegelzahl auch den insgesamt redlich verdienten Gesamtsieg.
Für Schwabsberg bleibt nach dem Match die Erkenntnis, sich auf schwierigem Terrain, gegen eine der besten Mannschaften Europas, achtbar aus der Affäre gezogen zu haben. Die Ecksäulen des Teams stehen. Steigerungspotenzial nach oben ist noch vorhanden.
Überaus erfreulich ist, dass Neuzugang Reiner Buschow mit seinem Punktgewinn gegen Carsten Heißler gleich im ersten Spiel gezeigt hat, welch enorm wichtige Verstärkung er für Schwabsberg ist.

„Natürlich haben wir, wohl wissend, dass das es alles andere als einfach ist, insgeheim mit dem Gedanken gespielt, mit etwas Glück einen Punkt aus Bamberg zu entführen“, so Schwabsbergs Teamchef Rudolf Maier. „Wenn man sich im Hochleistungssport weiterentwickeln will, muss man sich Ziele setzen. Da muss man die Latte hin und wieder auch mal auf eine neue Rekordhöhe legen. Wenn man sie reißt, muss man eben noch ein Brikett nachlegen.
Unsere Niederlage ist absolut kein Beinbruch. Sie hat uns gezeigt, dass wir einfach noch nicht ganz so weit sind, dass es an einem normalen Tag für ein Spitzenteam reicht. Meine Mannschaft hat alle Schwachpunkte schonungslos genutzt, aber mehr als die drei Mannschaftspunkte waren für uns heute nicht drin. Bamberg hat völlig verdient gewonnen. Für die insgesamt tolle Leistung muss man den Hausherren einfach den gebührenden Respekt zollen“, so Maier weiter.

Im ersten Spielabschnitt gab es mit den Bambergern Manuel Weiß, Carsten Heißler und Miroslav Jelinek gegen Alexander Stephan, Reiner Buschow und Timo Hehl hochinteressante Eröffnungspaarungen zu sehen.
Als Manuel Weiß (625 Kegel) gegen Schwabsbergs Alexander Stephan die Sätze zwei und drei, nach teilweise hohen Rückständen, noch zu seinen Gunsten wenden konnte, war es um den mit 588 Kegeln keineswegs schwachen Schwabsberger geschehen.
Reiner Buschow setzte sich in einen zunächst hart umkämpften Duell am Ende deutlicher als erwartet gegen seinen Kontrahenten Carsten Heißler mit 599 : 556 Kegeln und 3 : 1 Gewinnsätzen durch.
Timo Hehl (581 Kegel) und der Bamberger Miroslaw Jelinek (627 Kegel) lieferten sich über drei Bahnen einen Kampf auf absoluter Augenhöhe. Erst im Schlusssatz machte der Bamberger mit einem exzellent herausgespielten 182’iger Durchgang den Sack endgültig zu.
Zwischenstand: 2 : 1 Mannschaftspunkte bei 1808 : 1768 Kegel für den SKC Victoria Bamberg.

Die Paarungen der mit Hochspannung erwarteten zweiten Spielhälfte mit Michal Gredziak vs. Fabian Seitz, Nicolae Lupu vs. Christian Winter und Uwe Wagner vs. Olaf Koberwitz mussten nun die Entscheidung bringen.
Der Zweikampf zwischen Michal Gredziak und Fabian Seitz wogte im Wesentlichen ausgeglichen hin und her. Bei jeweils 2 : 2 Gewinnsätzen ging der Mannschaftspunkt am Ende aber nicht unverdient an den Schwabsberger U 23 Nationalspieler, der mit 599 : 580 Kegeln das bessere Endresultat erzielte.
Kein Kraut war gegen Bambergs Nicolae Lupu gewachsen. Von Beginn an auf sehr hohem Niveau spielend erzielte er mit herausragenden 634 Kegeln die Tagesbestleistung aller Akteure. Christian Winter und im zweiten Spielabschnitt Andreas Eberhardt (529 Kegel) standen da auf verlorenem Posten.
Uwe Wagner und Schwabsbergs Mannschaftskapitän Olaf Koberwitz lieferten sich über die gesamte Wurfdistanz eine wahre Nervenschlacht.
Über den hart umkämpften und lautstark umjubelten Mannschaftspunkt freute sich am Ende die wackere Schwabenschar. Bei Satzgleichstand gab das mit 560 : 558 Kegeln knapp bessere Gesamtergebnis den Ausschlag zugunsten der Ostälbler.
Endstand: 5: 3 Gesamtpunkte bei 3580 : 3456 Kegeln für den SKC Victoria Bamberg.

Blickpunkt Bundesliga

Viktoria Fürth - ESV Ravensburg 6:2
Bavaria Karlstadt - FEB Amberg 0:8
ESV Schweinfurt - Nibelungen Lorsch 2:6
TSV Niederstotzingen - Blau–Weiß Peiting 7:1
Victoria Bamberg - KC Schwabsberg 5:3
Fortuna AF Hirschau - Rot-Weiß Zerbst 0:8

1 SKK FEB Amberg 1 8,0 : 0,0 2 : 0
2 SKV Rot Weiß Zerbst 1999 1 8,0 : 0,0 2 : 0
3 TSV Niederstotzingen 1 7,0 : 1,0 2 : 0
4 SKC Nibelungen Lorsch 1 6,0 : 2,0 2 : 0
5 1. SKK Viktoria Fürth 1 6,0 : 2,0 2 : 0
6 SKC Victoria Bamberg 1 5,0 : 3,0 2 : 0
7 KC Schwabsberg 1 3,0 : 5,0 0 : 2
8 ESV Schweinfurt 1 2,0 : 6,0 0 : 2
9 ESV Ravensburg 1 2,0 : 6,0 0 : 2
10 SKC Blau Weiß Peiting 1 1,0 : 7,0 0 : 2
11 SKC Bavaria Karlstadt 1 0,0 : 8,0 0 : 2
12 Fortuna AF Hirschau 1 0,0 : 8,0 0 : 2

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 10.09.2012 22:33
5512 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.