Merkel: 2012 drei Gehaltserhöhungen

Zur Berichterstattung über SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück:
„Menschen mit Ecken und Kanten sind häufig Zielscheibe bisweilen herber Kritik. Diese Erfahrung macht derzeit Peer Steinbrück, gegen den in der veröffentlichten Meinung geradezu ein Kesseltreiben veranstaltet wird.
Zugegeben: Dass der wegen seiner legalen Nebeneinkünfte in der Kritik stehende Peer Steinbrück ausgerechnet das Kanzlergehalt zum Thema gemacht hat, war nicht sehr klug. Dass er aber am Beispiel eines Sparkassendirektors in NRW endlich einmal die unerträgliche Schieflage zwischen Besoldung und dem Maß der Verantwortung führender Politiker für das Allgemeinwohl thematisiert hat, verdient wahrlich nicht die Häme, wie sie in Berichterstattung und Kommentierung zum Ausdruck kommt.
Wenn man auf dem Hintergrund des Versagens vieler Banken in der bedrückenden Finanzkrise auf solche Missstände, die es auch anderwärts in Fülle gibt, nicht mehr ungestraft hinweisen darf, ist es mit dem Recht der freien Meinungsäußerung in unserem Land wahrlich nicht gut bestellt!
Und warum ist eigentlich in diesem Zusammenhang verschwiegen worden, dass die sich so bescheiden gebende Frau Merkel binnen zwölf Monaten – zweifellos legal – drei Gehaltsaufbesserungen erfahren hat?
Dr. Alfred Geisel, Aalen
© Gmünder Tagespost 15.01.2013 22:08
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