Gefühlte 20 Jahre

Zum Artikel über den Vorschlag, in Mögglingen wieder über eine B-29-Tunnellösung zu diskutieren:
„Diese Diskussion wurde vor gefühlten 20 Jahren schon mal geführt: Tunnel, tiefer gelegt im Trog, hochgelegt auf einem Erddamm, zweispurig, dreispurig, vierspurig ... und was war die Folge? Die geforderten Maximal-Lösungen waren den Behörden zu teuer, die angebotenen Minimal-Lösungen wurden von ( einigen ) Bürgern abgelehnt ... und am Ende war dann kein Geld mehr da, um auch nur irgendwas zu bauen. Das nennt man „sich selbst ins Knie schießen“. Es werden nicht nur die Anwohner gequält, auch die Verkehrsteilnehmer, aber die fragt ja niemand, ob sie unbedingt durch Mögglingen hindurch fahren wollen. Man kann am Beispiel von Lorch (Anschlussstelle B29/B297 ) sehen, wie so ‘was geht: Eine AS wird gebaut, aber wegen „der bedauernswerten Frösche, Lurche, Libellen etc.“ nicht in Richtung der Göppingen ausgeführt, sondern der Verkehr wird durch den Ort gezwungen. Dafür wurde am Westrand von Lorch extra eine Brücke über die B29 gebaut. Nach 20 Jahren waren die Anwohner den Verkehr leid, die „Frösche. Lurche, Libellen etc.“ genossen keine Privilegien mehr, kurz, die B297 wurde kurz angebunden und die andere Brücke wurde abgerissen. Da wurde Geld mit vollen Händen zum Fenster ‘rausgeschmissen, die Anwohner jahrelang mit dem Verkehr gequält, die Verkehrsteilnehmer wurden jahrelang durch die Kurven im Ort gezwungen ... und wofür?
Aus meiner Sicht: Eine zweispurige Umfahrung mit der Option auf 4 Spuren (Brücken und Unterführungen gleich lang genug bauen), dazu der gesetzliche Lärmschutz, das wäre billig. Eine 2+1 mit Option auf 2+2 wäre heute optimal. Eine 2+2 mit Standstreifen und vollem Ornat kommt in unserem Leben nur, wenn der Verkehrsminister den Euro-Jackpot gewinnt ...“
HP Nicolai
Schwäbisch Gmünd
© Gmünder Tagespost 21.02.2013 19:37
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