Euro statt Eurohawk

In wenigen Wochen findet die Bundestagswahl statt:
Der Wahlkampf dazu kommt wohl auch des heißen Sommerwetters wegen nicht recht auf Touren. Offenbar wird auf Nebenkriegsschauplätzen ein Gefecht zwischen Regierung und Opposition zelebriert. Themen wie die Ausspähung durch die Amerikaner und die vielen Pannen beim Eurohawk-Projekt sollen dem müden Wahlvolk den Eindruck vermitteln, als wäre mächtig Dampf im Kessel.
Aufrichtiger wäre es aber, wenn die Parteien nun auch zur Zukunft des Euro als Währung und Zahlungsmittel erkennbar und damit auch angreifbar Stellung beziehen würden.
Die Bürger haben jetzt ein Recht darauf zu wissen, was sie von welcher Partei hier zu erwarten haben: Weitere deutsche Milliarden in die krisengeschüttelten Südstaaten unseres Kontinents oder klare und haltbare Grenzen für die legendäre deutsche Spendierfreudigkeit unserer Politiker?
Nicht erst seit die Amerikaner ihr Selbstverständnis als Besatzungsmacht in den diversen Überwachungsskandalen demonstrieren, erhärtet sich der Verdacht, dass Deutschland zwar auf wirtschaftlichem Gebiet in der Championsleague spielt, dass es aber, was den politischen Einfluss angeht, weiterhin abstiegsgefährdet ist.
Wann endlich schenken uns die Politiker aller Couleur dazu reinen Wein ein?
Richard Baumann,
Ellwangen-Rindelbach
© Gmünder Tagespost 02.08.2013 21:23
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