Vergünstigung ist gang und gäbe

Zum Leserbrief von Siegfried Fritzsche "Gebührenerhöhung in der Musikschule":
Es ist richtig, dass die Stadt mit Beginn des neuen Musikschuljahres die Gebühren bei allen Schülerinnen und Schülern erhöhen und den Aalener Musikschülerinnen und Musikschülern einen sogenannten Einheimischenabschlag gewähren wird. Weil die Musikschule den Einwohnern der Stadt Aalen gewidmet ist, kann aus rechtlichen Gründen kein Auswärtigenzuschlag erhoben werden, sondern es muss ein Einheimischenabschlag gewährt werden. Die Musikschule der Stadt Aalen verursacht einen jährlichen Abmangel im laufenden Betrieb von 854 000 Euro ohne Investitionen und ohne Instrumentenbeschaffung. Geteilt durch die Schülerzahl von derzeit rund 1550 unterstützen die Einwohner der Stadt Aalen jeden Schüler, also auch Auswärtige, mit 550 Euro pro Jahr. Vergleicht man zum Beispiel die Gebühr für einen 45-minütigen Einzelunterricht zwischen Schülern aus Aalen und Schülern aus anderen Gemeinden, so ergibt sich durch die geplante Neuregelung eine Mehrbelastung für Schüler auswärtiger Gemeinden von maximal 14,20 Euro pro Monat oder 170,40 Euro pro Jahr.
Die Stadt Aalen schlägt allen auswärtigen Schülern vor, zu versuchen, den Differenzbetrag von der Wohnortgemeinde einzufordern. Im Übrigen weist die Stadt Aalen darauf hin, dass Einheimischenabschläge mittlerweile landauf landab gang und gäbe sind. Auch in der näheren Umgebung haben die Städte Bopfingen, Ellwangen, Neresheim, Oberkochen und Schwäbisch Gmünd diese Regelung vollzogen.
Bernd Schwarzendorfer,
Pressesprecher der Stadt Aalen
© Gmünder Tagespost 19.01.2004 00:00
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