Ohje, diese Politik!

In der letzten Sitzung unseres Bundestages kamen wieder die Abgeordnetenbezüge auf die Tagesordnung. Bescheidenheit und Demut sind dort natürlich ein Fremdwort. Die monatliche Erhöhung wird soviel ausmachen, wie manche Menschen als Rente im Monat zur Verfügung haben. Natürlich war man sich wie immer sofort einig.
Dann der Rücktritt des Landwirtschaftsministers Friedrich, der seinen Hut nehmen musste. Das nennt man „Gerechtigkeit“, während sich die Ursache dieses Rücktritts – Herr Edathy – mit 44 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurückgezogen hat.
Unsere neue Verteidigungsministerin Frau von der Leyen überlegt, ob man noch ein paar hundert deutsche Soldaten nach Mali schicken könnte, nachdem man sich aus Afghanistan ohne erkennbare Erfolge zurückzieht. Was haben wir in Mali verloren? Welche Mutter schickt denn ihre Kinder gern in solche ungewisse kriegerische Auseinandersetzungen? Frau von der Leyen hat sieben Kinder und wird sicher nicht ein einziges opfern wollen. Bei der Frage der Einführung von Genmais enthält sich Deutschland der Stimme – wohl wissend, dass dieser von der Bevölkerung total abgelehnt wird. Sicher würden auch bei uns Volksabstimmungen unsere Politik verändern, aber das wissen unsere Politiker sehr genau. Deshalb werden diese auch nur in den seltensten Fällen durchgeführt.
Christine Fuchs,
Aalen-Wasseralfingen
© Gmünder Tagespost 18.02.2014 16:15
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