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Weltgebetstag 2014 - Ägypten

Wasserströme in der Wüste - die ägyptische Künstlerin Souad Abdelrasoul hat das Titelbild zum Weltgebetstag entworfen. "Gott ist das Ziel, wie verschieden auch immer die Wege zu ihm sind" so die Muslimin. Und so trafen sich am letzten Freitag Frauen aller Konfessionen im Gemeindehaus St. Maria in Aalen, um Frauen und Mädchen weltweit in ihren Forderungen nach Frieden und Gerechtigkeit zu unterstützen. Ägypten ist ein Land im Umbruch. Hunderttausende protestierten im Sommer 2013 auf dem Tahrir-Platz in Kairo gegen eine unfähige Regierung, das Militär stürzt den Präsidenten. Neuwahlen und Verfassungsänderungen sollen das Land in eine Demokratie führen. Und es gibt große wirtschaftliche Probleme: hohe Arbeitslosigkeit, Korruption, steigende Inflation, u.v.m. Entscheidend ist, ob es dauerhaft gelingt, alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte in demokratische Prozesse und Strukturen einzubinden. Eine Demokratie braucht Meinungsvielfalt und v.a. das Recht auf freie Religionsausübung auch der christlichen Bevölkerung. Das ägyptische WGT-Komitee mit ihrem ökumenischen Engagement trägt zur lebendigen Gegenwart und Zukunft christlicher Gemeinden in Ägypten bei. Die WGT-Projektarbeit orientiert sich am Konzept einer nachhaltigen, Frauen stärkenden und geschlechtergerechten Entwicklung. Weltweit sollen Frauen und Mädchen darin unterstützt werden, ihre politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rechte durchzusetzen. Im Verlauf der Gottesdienstfeier wurde deutlich, wie sehr die ägyptischen Frauen die aktuellen gesellschaftspolitischen Erfahrungen mit den biblischen Zusagen von "lebendigem Wasser" und den "Wasserströmen in der Wüste" verbinden. Die Kollekte des Abends kommt zahlreichen Projekten weltweit zugute. Alle Menschen in Ägypten, christlich und muslimisch, sollen erleben, dass sich Frieden und Gerechtigkeit Bahn brechen, wie "Wasserströme in der Wüste".

© Katholischer Frauenbund Aalen 09.03.2014 17:46
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