Kein "Tätervolk"

"Unwort: Tätervolk":
Es war die Absicht von Martin Hohmann, die Deutschen von der Fessel zu befreien, sie seien ein "Tätervolk" und tragen eine Kollektivschuld.
Er versuchte bei seiner Argumentation und simplen Logik die bolschewistische Bewegung als "jüdisch geführt" abzustrafen und die Juden wie Karl Marx und Leo Trotzki in die Täterschaft einzubinden. Dies war absurd und gefährlich.
Es hätte genügt, die Deutschen von dem Vorwurf ein "Tätervolk" zu sein zu befreien, indem er nur erklärt hätte, dass es in jedem Volk eine spezifische Mischung von Tätern, Mittätern, Mitläufern und Opfern gibt.
Es darf bei der Bewertung der Rede von Martin Hohmann nicht unterschlagen werden, dass er diese mit der Feststellung schloss, der Vorwurf ein Tätervolk zu sein, nicht für die Juden und die Deutschen zutrifft.Alfred Rupprecht, Leinzell
© Gmünder Tagespost 27.01.2004 00:00
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