Gehäkelte Tiere nicht registriert

Zum Ergebnis des Maibaumwettbewerbs 2014:
„In der Breite fällt das Ergebnis des diesjährigen Maibaumwettbewerbs eher mau aus“. Dieser Satz bringt uns genauso in Rage wie „mit schnell, schnell schafft man es beim Maibaumwettbewerb nicht an die Spitze“. An solchen Formulierungen schluckt man schwer, wenn man weiß, dass acht Familien vier Wochen lang mit Wolle und Nadeln mit der Herstellung des Maibaumschmucks beschäftigt waren. Wir wüssten auch nicht, dass es in den letzten Jahren schon einmal einen Maibaumschmuck im Stil der „urban knittings“ gegeben hat. „Keine neue Idee“ kann uns also auch nicht vorgeworfen werden! Die Teilnehmer des Maibaumwettbewerbs 2014 im Mühlweg in Rosenberg hätten es honoriert, wenn die Jurymitglieder sich wenigstens die Mühe gemacht hätten, aus ihrem Auto auszusteigen, um die Details der Gestaltung überhaupt zu registrieren. Vielleicht hätten sie dann erkannt, dass unsere Bänder von Hand mit der Strickliesel erstellt und nicht aus Kunststoff sind, dass auf unserem Baum ein Schwarzstorch nistet, oder dass sehr viele, sehr liebevoll gehäkelte Tiere hinter Wurzeln hervorlinsen bzw. in Moos eingebettet auf ihre Betrachter warten.
Maja König-Thalheimer,
mit den Maibaumfreunden vom Mühlweg in Rosenberg

Anmerkung der Redaktion: Die Sieger des Maibaumwettbewerbs bestimmt eine unabhängige Jury, die am 1. Mai jeden angemeldeten Maibaum aufsucht und begutachtet. Bei 121 angemeldeten Maibäumen zwischen Trochtelfingen und Bühlertann ist die Zeit für die Jury jedoch knapp. Schließlich wird spätestens um 14 Uhr von den Lesern das Ergebnis erwartet.
© Gmünder Tagespost 05.05.2014 20:34
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