Hier schreibt die Rettungshundestaffel Ostwürttemberg

„Vermisste Kinder“ in 2 Kindergärten gefunden

  • Vorstellung der anwesenden Hundeführer
  • Ganz neugierig, der Kleine
  • Flächenhund Bosse startet durch zur Suche
  • und findet
  • Mantrailer Banu startet gleich,
  • findet und wird belohnt
  • Freiverweiser Paul führt seine Hundeführerin sicher zu den gefundenen Kindern
  • Kuschelalarm
  • Auch OB Thilo Rentschler schaute beim Sommerfest im Kindergarten der Lebenshilfe vorbei
  • Im Kindergarten Rosengarten - warten auf den "Einsatz"
  • Streicheleinheiten pur
  • Anzeige von Banu: das "vermisste Kind" wurde gefunden

Am Sonntag, den 13.07.2014 suchten die Rettungshunde der Rettungshundestaffel gleich in 2 Kindergärten nach verschwundenen Kindern. Keine Angst, liebe Leserinnen & Leser, dies war nur im Rahmen des Besuches und der Vorstellung der Staffel, sowie die Arbeit der angehenden und bereits geprüften Rettungshunde -Teams.
Der erste Besuch war auf Einladung von Herrn Enser im Kindergarten der Lebenshilfe in Wasseralfingen, der zweite auf Einladung von Frau Nuding praktisch um die Ecke im Kindergarten Rosengarten.

Bei beiden Veranstaltungen wurde auf die Ausbildung der Rettungshunde-Teams eingegangen: z.B. wie die Ausbildung beginnt, wie sie aus- und aufgebaut wird, was der angehende Rettungshund und sein Hundeführer lernen müssen, um zu einem guten Rettungshunde-Team zusammenzuwachsen.

Es gibt verschiedene Arten von sogenannten Anzeigen bei den Flächenhunden – das bedeutet, wenn der Hund eine vermisste Person gefunden hat, zeigt er dies seinem Hundeführer an. Das kann durch anhaltendes Bellen bei der Person sein, bis der Hundeführer da ist. Der Hund wird somit zum „Verbeller“ ausgebildet.
Es kann aber auch so sein, dass der Hund zum Hundeführer zurückkommt, vor ihn sitzt und somit zu verstehen gibt, dass er jemanden gefunden hat. Danach läuft der Hund wieder zu der Person, dann wieder zu seinem Hundeführer und pendelt hin und her bis der HF bei der gefundenen Person eintrifft. Dieser Hund wird zum „Freiverweiser“ ausgebildet.
Deshalb wird am Anfang der Ausbildung sehr darauf geachtet, was der Hund „anbietet“, d.h., wenn der Hund gerne zu Personen geht und bleibt, wird in der Regel ein „Verbeller“ ausgebildet. Bleibt er nicht gerne bei Personen ist aber lauffreudig, wird i.d.R. ein „Freiverweiser“ ausgebildet.
Diese Hunde erschnüffeln bzw. stöbern in der Luft nach Geruchspartikeln und folgen diesen.
Da kann es auch mal passieren, wenn im Wald sich außer der vermissten Person noch jemand aufhält, dass er die Person „anzeigt“. Der Hundeführer hat dann zu klären, ob derjenige die vermisste Person ist.

Dann gibt es noch den Mantrailer (Personenspürhund). Dieser Hund sucht nur diese eine bestimmte vermisste Person und bekommt zu diesem Zweck ein Kleidungsstück oder anderen Geruchsgegenstand ( Handy, Shirt, Schlüsselbund, Geruch vom Autositz oder anderes) der vermissten Person. Diese Mantrailer werden hauptsächlich in der Stadt eingesetzt, da sie nur dieser einen Spur folgen. Wenn die Spur allerdings aus der Stadt hinaus in den Wald führt, lässt man ihn ein Stück in den Wald laufen und setzt dann die anderen – die Flächenhunde – ein.
Da die Flächenhunde ohne Leine in den Gebieten suchen und dadurch schneller vorwärtskommen, führt diese Zusammenarbeit schneller zum Erfolg.

Außer der Ausbildung der Hunde zum Rettungshund müssen die Hundeführer auch viel lernen. Bei den Prüfungen wird verlangt: Kenntnisse in 1.Hilfe Mensch, 1.Hilfe Hund, Orientierung im Gelände, Umgang mit Karte & Kompass, Umgang beim Funken, wie werden die Rettungskräfte eingewiesen und noch vieles mehr.

Es gibt noch Rettungshunde für Trümmer, Wassersuche, Leichensuche und Lawinen.

Nach dieser Theorie durften sich die Kinder in den Kindergärten verstecken und „vermisste Personen“ spielen, was mit großem Eifer gerne gemacht wurde. Alle Kinder wurden von den angehenden und fertigen Rettungshunden gefunden und wohlbehalten ihren Eltern übergeben.

© Rettungshundestaffel Ostwürttemberg 17.07.2014 10:11
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