Hier schreibt der KC Schwabsberg 1953 e.V.

Reiner Buschow & Co. gegen den Dominator der Liga

  • Libi efa: Ob der SKC Nibelungen Lorsch nach seine bislang famosen Auftritten am kommenden Samstag auch Grund zum Jubeln hat, wird sich weisen. Schwabsbergs Kegler, deren Heimstärke hinreichend bekannt ist, haben sich für das Treffen zumindest einiges vorgenommen.

Kegeln, 1. Bundesliga Männer:
Schwabsberg ist für den Herausforderer SKV Nibelungen Lorsch gerüstet

Die Vorzeichen stehen gut, dass es am Samstag, wenn ab 12.30 Uhr, im KC Kegelcenter der KC Schwabsberg auf den SKV Nibelungen Lorsch trifft, ähnlich spektakulären Kegelsport zu sehen gibt wie schon vergangene Woche als der SKC Staffelstein zu Gast auf der Ostalb war.

Beide Teams verfügen über einen erstklassigen Kader und streben wie schon in den Vorjahren einen Platz in der vorderen Hälfte der Tabelle an. Die Zahl der Konkurrenten allerdings ist dabei so groß wie nie. Die wohl spannendste Bundesligasaison seit Einführung des „120-Wurf-Systems“ hat richtig Fahrt aufgenommen. Das zeichnet sich bereits jetzt, nachdem fünf Spieltage in der Eliteliga absolviert sind, ab. Das Gedränge auf den Plätzen 1 – 7 ist erheblich. Zerbst hat am vergangenen Wochenende dank Schwabsberger Schützenhilfe den angestammten Platz an der Spitze der Bewegung eingenommen. Der Abstand des Meisters zum Tabellensiebten beträgt aber lediglich zwei Punkte. Im Grunde genommen verfolgt derzeit jeder jeden. Da lautete die Devise: Zuhause die Weste möglichst sauber halten und auswärts am Besten den einen oder anderen Punkt einzuheimschen.

Packende Begegnungen gab es regelmäßig, wenn die Südhessen auf die Ostwürttemberger getroffen sind. Dabei war es völlig egal ob auf der Ostalb oder in der Karolingerstadt gekegelt wurde.
Nach drei dritten Plätzen in Folge, Schwabsberg landete jeweils knapp dahinter auf Rang vier, gelten die Nibelungen auch in diesem Jahr als ganz heißer Favorit um einen der begehrten Plätze auf dem Treppchen. Ein Anspruch, den sie nicht nur artikuliert, sondern in den ersten Begegnungen der noch jungen Saison mit bislang
8 : 2 Punkten auch zu untermauern wussten.
Drei Heimsiege gegen Bamberg, den Aufsteiger Lonsee und Amberg sowie ein Auswärtserfolg in Peiting haben die Nibelungen bislang auf ihrem Habenkonto. Demgegenüber steht eine Auswärtsniederlage, die man sich in Straubing eingefangen hat. Zu unterschiedlich waren die Leistungen der Lorscher am 2. Spieltag, um die Niederbayern ernsthaft in die Gefahr eines Punktverlustes zu bringen.
Nichts desto trotz, Lorsch reist als unmittelbarer Verfolger des Tabellenführers auf die Ostalb und das sicherlich nicht, um die beiden zu vergebenden Punkte, sauber verpackt in rosa Seidenpapier, an die Gastgeber zu überreichen.

Mit Schwabsberg und Lorsch treffen am Samstag zwei alte Bekannte, mit nahezu identischen Vorhaben und was die Mannschaften anbelangt durchaus vergleichbarer Spielstärke aufeinander.
Wie viele andere Mannschaften haben die Hessen die Gelegenheit in der Sommerpause genutzt, um ihren Kader mit Andreas Dietz vom Zweitligisten TSG 1861 Kaiserslautern in der Breite insgesamt noch etwas zu verstärken.
Was die Südhessen allerdings im bisherigen Saisonverlauf so brandgefährlich machte ist, dass sie mit Jochen Steinhauer einen Akteur in ihren Reihen haben, der offenbar in der Form seines Lebens ist. Der Lorscher führt derzeit die Rangliste der ersten Liga mit einem Gesamtschnitt von 650 Kegeln (Heim: 640 Kegel, Ausw.: 664 !!! Kegel) an. Kein Wunder, dass er sich mit diesen Leistungen bislang als der mit Abstand zuverlässigste Punktesammler der Lorscher erwiesen hat. In den bisherigen fünf Spielen hat er alle Mannschaftspunkte für sein Team gemacht und dabei nur vier von 20 möglichen Satzpunkte abgegeben. Eine wirklich beeindruckende Bilanz.
Offenbar hat das auch seinen Mannschaftskollegen Thorsten Gutschalk regelrecht beflügelt. Mit einem Auswärtsschnitt von herausragenden 636 Kegeln belegt auch er einen überaus respektablen 6.Platz in der Rangliste der 1. Liga.
Zwei Respekt einflößende Gegner, die sicherlich ihren Beitrag dazu leisten werden, dass es weder Reiner Buschow & Co. noch den Zuschauern im Schwabsberger Kegel-Center am Samstag wirklich langweilig wird. Da gilt es für das „Maier-Team“ mit dem SKC Nibelungen Lorsch, eine wirklich harte Nuss zu knacken.

Stimmen zum Spiel – Kapitän Reiner Buschow:
„Bange machen gilt nicht. Lorsch ist zwar eine ganz gewichtige Hausnummer aber das sind wir schließlich auch. Unsere letzten Spiele haben gezeigt, dass wir nach dem unglücklichen Auftakt gerade zuhause wieder eine Macht sind. Mit unseren jüngsten Zahlen stellen wir jeden Gegner vor ein sehr ernsthaftes Problem. Da müssen wir uns vor absolut keiner Mannschaft verstecken.
Für uns heißt es deshalb zunächst einmal Ruhe bewahren und Leistung abrufen und am Ende wird zusammengezählt.
Dass es dieses Jahr nicht gerade einfacher wird vorne mitzuspielen war bei der Leistungsdichte in der Liga von vornherein klar. Aber gerade das ist es ja, was diese Bundesliga so interessant macht. Da hast du es beinahe jede Woche mit einer absoluten Top-Mannschaft zu tun. Freuen wir uns also auf eine spannende Partie und hoffentlich hochklassigen Kegelsport.“

Das Mannschaftsaufgebot
Reiner Buschow, Damir Cekovic, Mathias Dirnberger, Ronny Endraß, Sven Frenzel, Timo Hehl, Fabian Seitz, Alexander Stephan.


Blickpunkt Bundesliga – 6. Spieltag

Samstag, 25.10. 12.00 FEB Amberg vs. RW Zerbst
12.30 KC Schwabsberg. vs. Nibelungen Lorsch
EKC Lonsee vs. Victoria Bamberg
13.00 BW Peiting vs. TSV Zwickau
SKC Staffelstein vs. Donauperle Straubing

1 SKV Rot Weiß Zerbst 1999 5 31,0 : 9,0 8 : 2
2 SKC Nibelungen Lorsch 5 26,0 : 14,0 8 : 2
3 SKC Staffelstein 5 24,0 : 16,0 7 : 3
4 SKC Victoria Bamberg 5 24,0 : 16,0 7 : 3
5 SKK-FEB Amberg 5 23,0 : 17,0 6 : 4
6 KC Schwabsberg 5 22,0 : 18,0 6 : 4
7 Aufw. Donauperle Straubing 5 21,0 : 19,0 6 : 4
8 TSV 90 Zwickau 5 15,0 : 25,0 2 : 8
9 SKC Blau Weiß Peiting 5 9,0 : 31,0 0 : 10
10 EKC Lonsee 5 5,0 : 35,0 0 : 10

© KC Schwabsberg 1953 e.V. 23.10.2014 10:02
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