Kösinger Kindergarten

„Türkischer Grundschüler rettet in Bopfingen deutsche Mitschülerin aus dem kalten Wasser.” Nun steht er im Zeitungsbild ganz bescheiden und fast verlegen im Kreis seiner Familie und guckt verwundert darüber, dass man von ihm so viel Aufhebens macht. Denn: Was er getan hat, war für ihn so selbstverständlich, dass man ihn, den Retter des Mädchens, später erst suchen musste. Für seine Tat: Respekt, Anerkennung, Dank! In welcher Beziehung zu den strittigen Kösinger Kindergartenpersonalien steht dieses Bopfinger Ereignis? Ich erkenne keinen Zusammenhang. Ich verstehe den Leserbriefschreiber von letzter Woche nicht.
1984 bis 1996 war ich Vorsitzender des Kindergartenausschusses der evangelischen Kirchengemeinde Aalen und deshalb mit allen Personalien befasst. Damals gab es hier keinen kommunalen Kindergarten. Mir ist aus der Presse bekannt, dass die Leiterin des katholischen Kindergartens in Kösingen wegen Mutterschutz ihren Dienst vorläufig beendet hat. Sie hat das Recht auf Rückkehr, sofern sie nicht aus familiären Gründen aus dem Dienst ausscheidet. Sie muss sich dazu rechtzeitig erklären. Die nicht katholische Zweitkraft steht in großem Vertrauen der Elternschaft und wird als neue Kindergartenleiterin gewünscht, hat aber in dieser Konstellation realistisch keine Chance. Katholischer Kindergarten Kösingen bedeutet gewöhnlich: katholische Kindergartenleiterin für Kösingen. Hellmut Stroh, Pfarrer i.R. (ev.)
Aalen
© Gmünder Tagespost 05.11.2014 22:33
4627 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

Frage: Welcher Prozentsatz des Unterhalts für den Kindergarten kommt aus öffentlichen Mitteln und wieviel steuert die Kirche dazu bei?

Der, der 51% zahlt, hat das Sagen!