Gedanken zum Bahnhofsboulevard

Zum „Bahnhofsboulevard“ in Aalen:
Vor einigen Tagen fuhr ich aus Südrichtung in den „Bahnhofsboulevard“. Mit Tempo 20 kann man leben. Als ich sah, mit welchem Aufwand die Gehwege an der Bahnhofstraße und dem Nördlichen Stadtgraben mit Edelstahlpfosten und stählernen Absperrungen abgeschottet wurden, glaubte ich an ein Versehen. Jetzt wurden übergroße Pflanzkübel aufgestellt, die zu einem Drittel in die Fahrbahn ragen. Der „Bahnhofsboulevard“ ist immer noch ein öffentlicher Verkehrsweg, auf dem sehr viele Stadtbusse fahren und Individualverkehr zum „Mercatura“, den Banken, den Arztpraxen und den Geschäften des Viertels unterwegs sind. Ist es sinnvoll, mit aller Macht eine Verkehrsstraße zum sogenannten Boulevard zu vergewaltigen?
Jeder Straßenbauerlehrling hätte den fachlichen Unfug der Plattenpflasterei sofort erkannt. Das „wilde Parken“ auf den überbreiten Gehwegen wird jetzt verhindert. Ist dieser Eingriff in den Straßenverkehr eigentlich legal? Das eigentliche Ziel wird sicherlich erreicht: Vergrämung der Autofahrer mit enormem Kostenaufwand.Manfred Kluge Essingen-Lauterburg
© Gmünder Tagespost 05.11.2014 22:37
1055 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.