Auf kürzestem Weg in die Stadt

Zum Leserbrief „Tore auf“ vom 15. November:
Der Leserbrief von Herrn Kurz aus Ellwangen hat mir direkt aus der Seele gesprochen. Die Stadt Ellwangen mit all ihren Bürgern, die bereit sind Flüchlinge aufzunehmen, verdient Respekt und hohe Anerkennung. Ellwangen wird sich als „Stadt ohne Rassismus“ dieser Aufgabe stellen und ich bin überzeugt, dass die große Mehrzahl der Bürger hinter der Aufnahme von Flüchtlingen steht. Ich verstehe auch, dass trotzdem manche Befürchtungen und Ängste bestehen. Diesen Ängsten sollte wohl mit der Zusage, dass der Zugang zu der LEA nur über das Südtor stattfinden soll, Rechnung getragen werden. Dies ist aber nach meinem Empfinden eine falsche Entscheidung. Der Fußweg in die Stadt muss auf kürzestem Wege möglich sein. Deshalb sollte zusammen mit der Sprachenschule der Bundeswehr überlegt werden, wie der Zugang durch das Haupttor möglich gemacht werden kann. Herr Kurz hat recht: Flüchtlinge sind keine ansteckende Krankheit, sie sind vielmehr Menschen, die Schweres erlebt haben, denen geholfen werden muss. Obwohl ich nicht mehr in Ellwangen wohnhaft bin, liegt mir die Entwicklung der Stadt sehr am Herzen und ich verfolge die Entscheidungen mit großer Anteilnahme.
Dorothee Irion-Ulmer, Oberkochen
© Gmünder Tagespost 20.11.2014 21:01
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